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Zeitumstellung 2017: Am 26. März startet die Sommerzeit

Am 26. März werden die Uhren wieder umgestellt. Am 26. März werden die Uhren wieder umgestellt. - © APA/Herbert Pfarrhofer
Die Umstellung auf die Sommerzeit erfolgt heuer besonders Früh – am letzten Sonntag im März. Welche Argumente pro und contra Zeitumstellung ins Treffen geführt werden und was es mit der Geschichte der Sommerzeit auf sich hat.

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Die Sommerzeit startet am letzten Sonntag im März – und in diesem Jahr früh, nämlich am 26. März. An diesem Tag werden die Zeiger um 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr springen. Am 29. Oktober werden die 60 Minuten “zurückgezahlt”, bis dahin werden wir mit einem Extra-Stündchen Abendsonne belohnt.

Rund drei Viertel der Deutschen können der Sommerzeit übrigens nichts abgewinnen – und wie so oft sind die Österreicher anderer Meinung als der große Bruder: Nicht einmal 20 Prozent sehen laut einer älteren “market”-Umfrage nur Nachteile darin.

Zeitumstellung: Argumente pro und contra

Die “Eulen”, wie die Nachtschwärmer im Gegensatz zu den “Lerchen” genannt werden, werden dennoch nicht müde, über den “Mini-Jetlag” der Sommerzeit zu jammern. Dabei sind Menschen sehr anpassungsfähig. Bei Flügen in den Fernen Osten oder in die USA muss es ja auch gehen, so Schlafforscher Bernd Saletu. Als Faustregel gilt: Pro Zeitzone, was einer Stunde entspricht, benötigt man einen Tag, um sich umzustellen. Also sollte es durch die Sommerzeit keine größeren Probleme geben. Wenn man allerdings ohnehin ein Schlafdefizit aufweist, könnte es durchaus auch zu Konzentrationslücken im Straßenverkehr kommen.

Seine Kollegin Brigitte Holzinger kann der Sommerzeit hingegen nichts abgewinnen: “Das ist für Kinder oder Ältere eine unnötige Belastung und bringt ohnehin nichts.” Ihr Vorschlag wäre, einmal umzustellen und dann generell dabei bleiben. Bis es so weit ist, hat sie aber ein paar Tipps parat: Vier Tage vorher jeweils eine viertel Stunde früher schlafen gehen, damit der Umstieg nicht so abrupt verläuft. Und 20 bis 30 Minuten Nickerchen am Nachmittag, die sie ohnehin für eine gute Idee hält, könnten ebenfalls helfen.

Die schrittweise Umstellung empfiehlt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von Vier Pfoten, auch Tierbesitzern. Dadurch fällt Hunden und Katzen die Umstellung auf den neuen Rhythmus leichter. Kühe haben auch feste Zeiten, wann sie gefüttert und gemolken werden. Viele Bauern versuchen daher ebenfalls, die Fütterungszeiten nach und nach anzupassen. Trotzdem kann es passieren, dass Kühe über mehrere Tage weniger Milch geben.

Die Geschichte der Zeitumstellung

Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit auch erst 1980 ein. Allerdings gab es in der Alpenrepublik bereits im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter – erfolgloser – Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.

(APA, Red.)



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