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Zugunglück in Wien-Meidling: Garnituren großteils abtransportiert

Kollision zweier Züge im Bahnhof Wien-Meidling. Kollision zweier Züge im Bahnhof Wien-Meidling. - © APA/MA 68 Lichtbildstelle
Die Aufräumarbeiten sind nach dem Zugsunglück am Bahnhof Meidling vom Karsamstag zügig vorangeschritten. Am Ostersonntagnachmittag hatten die ÖBB laut ihrem Sprecher Roman Hahslinger die beteiligten Unfallzüge fast komplett abtransportiert.

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Die beschädigte Oberleitung sollte ebenfalls noch am Sonntag wiederhergestellt werden. “Es geht uns darum, die Unfallstelle so schnell wie möglich zu räumen”, sagte Hahslinger. Die Aufräumarbeiten lagen mittlerweile ausnahmslos in den Händen der ÖBB. Die Einsatzkräfte der Wiener Berufsfeuerwehr, der Rettung und der Polizei wurden bereits abgezogen.

Hahslinger sagte, dass die beschädigten Garnituren bis auf einen Waggon bereits abtransportiert sind. Bei der einen Garnitur des Railjets, die noch am Unfallort stand, fehlten Achsen. Dieser Waggon sollte aber ebenfalls noch am Sonntag weggebracht werden. Danach sollte die Oberleitung wieder instandgesetzt werden, die bei dem Unfall ebenfalls beschädigt wurde. Die Bundesbahnen hatten die Ersatzteile dafür bereits vorbereitet. Auch Schienen und Weichen wurden schon bereitgestellt, um beschädigte Gleisteile beim Bahnsteig 5 des Meidlinger Bahnhofs so schnell wie möglich austauschen zu können. Dies werde aber noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, sagte Hahslinger.

Railjet und Regionalzug zusammengestoßen

Am Karsamstag gegen 16.30 Uhr war im Bahnhofsbereich Meidling ein Railjet, der nach Villach unterwegs war, mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Das Unglück verlief verhältnismäßig glimpflich, weil beide Garnituren im Bahnhof noch ziemlich langsam unterwegs waren. Aus dem Railjet wurden 47 Personen geborgen, darunter neun eher Leichtverletzte, um die sich die Wiener Berufsrettung kümmerte. Die schwerste Blessur war ein Handbruch.

Im Regional-Expresszug (REX) befanden sich keine Passagiere. Die Garnitur befand sich auf einer Verschubfahrt, für die andere Regeln gelten als im Linieneinsatz. Der Zug sollte für die Strecke über Floridsdorf nach Retz und Znojmo (Znaim) bereitgestellt werden.

Die Lokführer blieben unverletzt. Sie wurden bereits zum Unfallhergang befragt, ebenso die Fahrdienstleiter. Zur Ursache gab es am Sonntagvormittag noch keine Angaben. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) hat laut einer Aussendung des Verkehrsministeriums die Ermittlungen übernommen.

Suche nach Ursache läuft

Zwei Mitarbeiter der SUB dokumentierten den Unfallort mit Fotos und sicherten Beweismittel. Sie sicherten auch die Datenschreiber der beteiligten Garnituren sowie der Sicherungsanlage im Bahnhof. Diese zeichnen ähnlich wie eine Black Box in Flugzeugen alle Details zur Fahrstrecke und Geschwindigkeit auf. Auch alle Handlungen von Lokführer und Fahrdienstleiter werden registriert.

Weiters wurden laut Verkehrsministerium die Sprachspeicher gesichert, welche die Kommunikation von Lokführer und Fahrdienstleiter aufnehmen. Bereits in der Nacht auf Sonntag seien die Aufzeichnungen der Kameras an den Bahnsteigen gesichtet worden. Mit Ergebnissen sei in den nächsten Tagen zu rechnen. Die Polizei erstattete routinemäßig Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen unbekannte Täter.

Zugverkehr am Sonntag wieder hergestellt

Insidern zufolge dürfte der Railjet wie geplant unterwegs gewesen sein. In der Tageszeitung “Kurier” war unter Berufung auf einen Informanten der ÖBB davon die Rede, dass der Lokführer des vom Matzleinsdorfer Platz kommenden Regionalzugs ein Signal übersehen haben könnte. Hahslinger äußerte sich dazu nicht. Am Samstag hatte er gesagt, dass ein technisches Gebrechen oder menschliches Versagen infrage kommen.

Nachdem die Südbahnstrecke am Samstag unterbrochen war, wurde der Zugverkehr bis Sonntagvormittag weitgehend wieder hergestellt. Hahslinger zufolge waren die Auswirkungen auf den Bahnverkehr mittlerweile gering. “Die Verspätungen liegen durchwegs unter zehn Minuten. Bei vielen Verbindungen gibt es gar keine Verspätungen mehr.”

(APA)



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