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Zwei Beschuldigte nach Einsatz gegen Jihadisten in Belgien

Belgiens Polizei hat bei Razzien am Montag insgesamt 16 mutmaßliche Jihadisten in sechs Städten festgenommen. Zwei von ihnen wurden offiziell beschuldigt, die 14 anderen wurden nach ihrem Verhör wieder auf freien Fuß gesetzt, wie die Staatsanwaltschaft am Abend in Brüssel mitteilte. Die ersten Ermittlungen bestätigten nicht den Verdacht, dass ein konkreter Anschlag in Belgien geplant war.

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Laut Staatsanwaltschaft wurden insgesamt 21 Durchsuchungsaktionen gegen Gruppierungen vorgenommen, die im Verdacht stehen, den radikal-islamistischen “Heiligen Krieg” zu propagieren. Mehrere der Verdächtigen seien offenbar zu Kampfeinsätzen in Syrien gewesen. Die Einsätze erfolgten den Angaben zufolge auf der Grundlage von Ermittlungen gegen zwei radikale Islamistengruppen, die miteinander in Kontakt standen.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jean-Pascal Thoreau, sagte, die beiden in Untersuchungshaft genommenen Beschuldigten stünden im Zusammenhang mit einem Netzwerk, das Kämpfer für die Entsendung nach Syrien rekrutiere. Einzelheiten zu den gegen sie erhobenen Anschuldigungen würden am Dienstag bekannt gegeben. Außerdem seien Haftbefehle für drei weitere Verdächtige in Vorbereitung. Die Durchsuchungen in Antwerpen, Jabbeke, Löwen, Namur, Ostende und Bredene fanden laut Thoreau zeitgleich statt, weil die beiden verdächtigen Gruppen miteinander in Kontakt standen.

Die Staatsanwaltschaft war bereits im Jänner Hinweisen nachgegangen, wonach vier Personen an der Vorbereitung eines Anschlags in der Region Löwen südöstlich von Brüssel beteiligt gewesen sein sollen. Sie befanden sich unter den Festgenommenen vom Montag. Am Abend erklärte die Staatsanwaltschaft, bei den Durchsuchungen sei nichts gefunden worden, was Hinweise auf Anschlagspläne bestätigte. Die Verdächtigen seien freigelassen worden.

Die andere verdächtige Gruppe geriet ins Visier der Ermittler, als im Februar bekannt wurde, dass ein offenbar in Syrien verwundeter Einwohner von Ostende zur medizinischen Behandlung nach Belgien zurückgekehrt war. In diesem Fall waren die Ermittler nicht von einem bevorstehenden Attentat ausgegangen, sondern von einer Rekrutierungsgruppe. Zwölf Menschen wurden in dem Zusammenhang am Montag festgenommen, darunter die zwei Beschuldigten, die auf Anordnung eines Untersuchungsrichters in Haft kamen. Drei weitere Verdächtige wurden nicht gefunden, gegen sie sollen Haftbefehle ausgestellt werden.

Die Staatsanwaltschaft führte die Ermittlungserfolge auch auf eine enge Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Kontrolle von Nachrichten zurück, die über den Kurzmitteilungsdienst WhatsApp verbreitet wurden. Der belgische Ministerpräsident Charles Michel dankte den Ermittlungsbehörden für ihren “beherzten Einsatz” im “Kampf gegen den Terrorismus”.

Vor fünf Monaten – einen Tag nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitung “Charlie Hebdo” in Paris – war im belgischen Verviers eine extremistische Islamistenzelle ausgehoben worden, die nach Angaben der belgischen Behörden Anschläge auf Sicherheitskräfte geplant hatte. Bei dem Polizeieinsatz wurden zwei Verdächtige getötet. Nach dem mutmaßlichen Kopf der Gruppe wird weiter gesucht.



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