106 Rekruten beim Heimkehrerkreuz angelobt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Soldaten mit Fahne und Publikum im Hintergrund bei einer Zeremonie.
© Bernd Ebner-Schypani

In St. Thomas am Blasenstein wurden am 28. August 106 Rekruten des Militärkommandos Oberösterreichs feierlich angelobt. Rund 400 Gäste und Angehörige wohnten der Zeremonie beim Heimkehrerkreuz bei.

Der Festakt für die jungen Soldaten fand nahe dem Luftg'selchten Pfarrer und unterhalb der Bucklwehluck'n beim Heimkehrerkreuz statt. Nach der Zeremonie wurde den Soldaten und ihren Angehörigen ein traditionelles Gulasch serviert.

Ing. Karl Vorwagner, Obmann des Kameradschaftsbundes, hatte die Angelobung initiiert und gemeinsam mit Helferinnen und Helfern mitorganisiert. Bürgermeister Michael Naderer hielt seine Grußworte aufgrund der Hitze bewusst kurz.

Heimkehrerkreuz als Symbol für Heimat und Hoffnung

Brigadier Dieter Muhr, Militärkommandant von Oberösterreich, bezeichnete den gewählten Ort mit dem Heimkehrerkreuz als Zeichen für Heimat und Hoffnung – besonders für jene, die nach dem Krieg zurückkehrten. Das Heimkehrerkreuz stehe auf Granit, und so unbeugsam seien auch die Mühlviertler gewesen, die sich in der Besatzungszeit nicht vom restlichen Oberösterreich hätten abspalten lassen.

Österreich stehe unter Beobachtung, sowohl von Freund als auch von potentiellem Gegner, ob sich die Bevölkerung wehren wolle, so Muhr. Die Bevölkerung stehe hinter dem Bundesheer, daher sei der Dienst der Rekruten für die Republik und den Frieden so bedeutsam.

Erinnerung an sicherheitspolitische Herausforderungen

Landtagsabgeordneter Anton Froschauer, der Landeshauptmann Thomas Stelzer vertrat, erinnerte sich an das Jahr 1968, als er vom Einmarsch der Sowjets in Tschechien erfuhr. Damals habe sich das Bundesheer um die Sicherheit gekümmert – nicht immer mit der nötigen politischen Unterstützung, wie er einräumte. Er bedankte sich beim Bundesheer dafür, dass es diese sicherheitspolitische Aufgabe stets erfüllt habe.

Später hätten der Zerfall Jugoslawiens und der Angriff auf die Ukraine Reaktionen zum Bundesheer hervorgerufen, oder wie Froschauer sagte: „schlecht warats net“. Die Bedeutung des Bundesheeres für Frieden und Demokratie – und dass es diese zu verteidigen gelte – sei bei manchen noch nicht richtig angekommen. Er dankte den Rekruten für deren Bereitschaft, mit ihrem Dienst an der Waffe einen Beitrag für die Sicherheit des Landes zu leisten: „Sie tragen so dafür Sorge, dass Österreich verteidigt werden kann.“

Grundausbildung und Versetzung

106 Soldaten – darunter 40 neue Militärmusiker – starteten im August ihre Grundausbildung bei der Stabskompanie und im Dienstbetrieb des Militärkommandos Hörsching. Vergangene Woche legten sie feierlich das Gelöbnis auf die Republik ab, seit Wochenbeginn sind sie an ihren neuen Dienststellen. Die kommenden Monate verbringen sie in den Garnisonen Hörsching, Wels, Ried, Linz und Freistadt.

Quelle: https://www.st-thomas.at/2026/09/01/das-war-die-angelobung-der-bundesheer-rekruten-in-st-thomas-am-blasenstein

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