116 Jugendliche schafften Sprung in SPAR-Lehre

Pia Prodinger
SPAR Lehrpraktikum: Eine Gruppe von Erwachsenen und Jugendlichen steht vor einem Eurospar-Markt in Österreich und hält ein Schild hoch.
© SPAR/gleissfoto

Seit 2012 ermöglicht ein Lehrpraktikum in Kärnten und Osttirol jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen den Einstieg ins Berufsleben. Heuer beginnen 21 weitere Jugendliche das dreimonatige Programm.

Das Lehrpraktikum von SPAR Kärnten und Osttirol hat sich in den vergangenen 14 Jahren als Erfolgsmodell etabliert. Insgesamt wurden bereits 116 junge Menschen nach Abschluss des Praktikums in eine reguläre Lehre übernommen. Im laufenden Jahr starten 17 Teilnehmer:innen ihre berufliche Zukunft, vier weitere folgen am 20. Juli.

Das Programm richtet sich an Jugendliche, die nach der Pflichtschule aufgrund familiärer oder sozialer Herausforderungen keinen direkten Weg in eine Lehre finden. Über einen Zeitraum von drei Monaten lernen die Teilnehmer:innen den Einzelhandel in einem SPAR-Supermarkt kennen. Sie sammeln Praxiserfahrung und werden intensiv begleitet. Bei gegenseitigem Interesse können sie anschließend direkt in eine reguläre Lehre einsteigen. Die Kosten während des Praktikums trägt das AMS Kärnten.

„Jeder junge Mensch verdient die Chance, seine Talente zu entfalten“, sagt Andreas Ender, Geschäftsführer von SPAR Kärnten und Osttirol. Die Übernahme von 116 Jugendlichen mache das Unternehmen stolz. Hinter jeder Zahl stecke eine persönliche Geschichte, die den Erfolg des Projekts ausmache.

Kooperation von Wirtschaft und öffentlicher Hand

Das Lehrpraktikum ist ein Gemeinschaftsprojekt von SPAR Kärnten und Osttirol, dem AMS Kärnten und dem Land Kärnten. Ziel ist es, Jugendlichen unabhängig von ihrer Ausgangssituation berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Landesrat Peter Reichmann betont, dass eine fundierte Ausbildung der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben sei. Das Projekt zeige, wie Wirtschaft und öffentliche Hand gemeinsam Verantwortung übernehmen. Jeder erfolgreiche Lehrabschluss stärke nicht nur die persönliche Zukunft der Jugendlichen, sondern auch den Wirtschaftsstandort Kärnten.

Wolfgang Haberl, Leiter der Abteilung Förderungen beim AMS Kärnten, unterstreicht die Bedeutung der Lehrausbildung als zentrale Maßnahme gegen Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel. 40 Prozent aller arbeitslos vorgemerkten Personen in Kärnten verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss. Die Kooperation von SPAR Kärnten, Jugend am Werk, dem Land Kärnten und dem AMS Kärnten stelle ein besonders erfolgreiches Modell dar.

Von der Praktikantin zur Abteilungsleiterin

Die Nachhaltigkeit des Programms zeigt sich am Beispiel von Sabrina R. Sie startete über das Lehrpraktikum, schloss 2022 ihre Lehre erfolgreich ab und übernahm anschließend die Leitung der Obst- und Gemüseabteilung in einem SPAR-Supermarkt.

Für Ender sind solche Entwicklungen der größte Erfolg. Das Ziel sei nicht, möglichst viele Zahlen zu produzieren, sondern jungen Menschen eine echte Zukunftsperspektive zu geben. Wenn aus einem Lehrpraktikum eine abgeschlossene Lehre und schließlich eine Führungsaufgabe werde, zeige das das Potenzial des Projekts.

SPAR ist nach eigenen Angaben größter privater Lehrlingsausbildner in Österreich. In Kärnten stehen Jugendlichen bei SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR und TANN neun Lehrberufe offen – vom Einzelhandel über Großhandel bis hin zu weiteren Berufsfeldern.

Quelle: https://presse.spar.at/news-spar-lehrpraktikum-eroeffnet-jungen-menschen-neue-perspektiven?id=245434&menueid=94&l=deutsch

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