130 Liter täglich: So lässt sich Wasser im Haushalt sparen

Jeder Österreicher verbraucht im Schnitt 130 Liter Wasser pro Tag. Dazu kommen 4.700 Liter virtuelles Wasser für Lebensmittel und Konsumgüter. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Verbrauch deutlich senken.
In Österreich liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei rund 130 Litern pro Person und Tag. Hochgerechnet auf alle Haushalte entspricht das jährlich etwa der Wassermenge des Wolfgangsees. Der größte Anteil entfällt dabei auf WC-Spülungen, Körperpflege und die Nutzung in der Küche.
Hinzu kommt der Verbrauch von virtuellem Wasser, das bei der Produktion von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Gütern anfällt. Pro Person und Tag sind das im Durchschnitt 4.700 Liter – weit mehr als das, was direkt aus dem Hahn fließt.
Badezimmer und Körperpflege
Wer duscht statt badet, spart erheblich: Eine Dusche benötigt etwa 60 Liter, ein Vollbad hingegen bis zu 140 Liter. Beim Einseifen oder Zähneputzen sollte der Wasserhahn abgedreht werden – das spart bis zu 15 Liter pro Minute.
Der Einbau von Spararmaturen und Perlatoren reduziert den Durchfluss, indem Luft ins Wasser gemischt wird. Der Komfort bleibt dabei erhalten. Auch die Spartaste an der WC-Spülung macht einen Unterschied: Pro Spülgang lassen sich so bis zu 8 Liter einsparen.
Ein tropfender Wasserhahn mag harmlos wirken, summiert sich aber auf über 5.000 Liter pro Jahr. Eine rasche Reparatur lohnt sich daher.

Küche und Haushaltsgeräte
Geschirrspüler und Waschmaschine sollten nur voll beladen gestartet werden. Moderne Geräte arbeiten effizient, entfalten ihr Sparpotenzial aber nur bei richtiger Nutzung.
Garten und Bewässerung
Im Garten empfiehlt sich die Nutzung von Regenwasser aus Tonnen oder Zisternen. Gegossen werden sollte in der Früh oder am Abend, nicht während der Mittagshitze – so verdunstet weniger Wasser.
Wer den Rasen nicht zu kurz mäht, schützt den Boden vor Austrocknung. Längeres Gras verdunstet weniger Feuchtigkeit.
Bei der Befüllung von Pools sollten stets die aktuellen Vorgaben der Gemeinde beachtet werden. In trockenen Perioden oder bei niedrigem Grundwasserstand wird oft dazu aufgerufen, Pools nur nachts, gar nicht oder nach Rücksprache zu befüllen.
Konsum und virtuelles Wasser
Auch der Einkauf beeinflusst den Wasserverbrauch: Wer regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugt, spart indirekt Wasser. Der Kauf von Second-Hand-Waren reduziert den Bedarf an Neuproduktion und damit den Verbrauch von virtuellem Wasser.
In Österreich ist Leitungswasser von höchster Qualität. Wer es in wiederverwendbaren Flaschen nutzt, spart Ressourcen und vermeidet Einwegplastik.
Quelle: https://www.keutschach.gv.at/aktuelles/wassersparen-praktische-tipps
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