145 Wohnungen in Kranebitten: Siegerprojekt steht fest

In Innsbruck ist die Entscheidung für ein neues Wohnquartier gefallen. Ein Innsbrucker Architekturbüro gewann den europaweiten Wettbewerb für die Kranebitter Allee 214. Geplant sind 145 Passivhaus-Wohnungen, die 2030 bezugsfertig sein sollen.
Das Büro scharmer-wurnig-architekten aus Innsbruck hat den Architekturwettbewerb für die Bebauung der Kranebitter Allee 214 gewonnen. Vorgesehen sind 145 Wohnungen in Passivhausbauweise, eingebettet in großzügige Grün- und Freiräume.
Geplant sind 51 geförderte Mietwohnungen der Innsbrucker Immobilien GmbH & KG (IIG), 48 geförderte Eigentumswohnungen im Baurecht der Innsbrucker Immobilien Service GmbH (IISG) sowie 46 Eigentumswohnungen eines privaten Bauträgers. Die Vergabe der geförderten Wohnungen läuft über das Wohnungsvergabeamt der Stadt.
Sechs Baukörper folgen der Hanglage
Das Siegerprojekt sieht sechs Baukörper vor, die sich an der natürlichen Hanglage orientieren. Sie umschließen einen großzügigen Grünraum, wobei der bestehende Naturraum großteils erhalten bleibt. Entstehen sollen vielfältige Aufenthalts- und Begegnungsräume für die Bewohner.
Die Jury lobte die städtebauliche Qualität, den sensiblen Umgang mit dem Naturraum und die gelungene Verbindung von Architektur, Wohnen und Freiraum.
„Mit dem neuen Quartier in Kranebitten schaffen wir weiteren wichtigen Wohnraum für die Innsbrucker Bevölkerung. Gleichzeitig schaffen wir großzügige Freiräume“, betont Bürgermeister Johannes Anzengruber. Die Wohnungen seien in ein attraktives, grünes Wohnumfeld eingebettet, das Raum für Begegnung, Erholung und ein lebendiges Miteinander biete.
Erstmals Baurechtswohnungseigentum durch die IISG
Im Quartier gibt es verschiedene Arten zu wohnen. Es entstehen geförderte Mietwohnungen. Zum ersten Mal baut die IISG auch geförderte Eigentumswohnungen im Baurecht. Mit diesem Modell kommen Menschen leichter zu Eigentum. Gleichzeitig bleibt das Wohnen dauerhaft leistbar.
Stadträtin Janine Bex erklärt: „Gute Stadtentwicklung bedeutet für mich auch, dass geförderter und freifinanzierter Wohnbau gleichwertig gestaltet werden und ein gemeinsames, lebendiges Quartier entsteht.“ In Kranebitten zeige sich, wie das mit unterschiedlichen Wohnformen, einer Architektur, die sich in die bestehende Nachbarschaft einfüge, und einem verantwortungsvollen Umgang mit Grund und Boden gelingen könne.
IIG-Geschäftsführer Franz Danler ergänzt, dass hohe Wohnqualität und hohe Freiraumqualität Hand in Hand gingen. Die Baukörper schaffen ein hochwertiges Wohnumfeld mit Grün- und Begegnungsräumen und respektieren gleichzeitig die Qualitäten des bestehenden Naturraums. Zudem werde auf Passivhausbauweise und hohe energetische Standards gesetzt.
Baubeginn 2028 geplant
Die weitere Projektentwicklung umfasst die Anpassung der planungsrechtlichen Grundlagen, die Einreichplanung sowie die Vergabe der Planungsleistungen. Bei optimalem Verlauf könnte der Baubeginn im Jahr 2028 erfolgen. Die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen.
Vizebürgermeister Georg Willi, ressortzuständig für Wohnungsvergabe, betont: „Wohnen ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Deshalb schaffen wir in Kranebitten unterschiedliche Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen.“
Julia Payr, Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekte und Jurymitglied, spricht von einem wichtigen Meilenstein: „Mit der erstmaligen Umsetzung von Baurechtswohnungseigentum setzen wir als Stadt einen wichtigen Meilenstein in der Wohnraumentwicklung.“ Rund die Hälfte der städtischen Flächen sei für Baurechtswohnungseigentum vorgesehen, die andere Hälfte für Mietwohnungen.
Die öffentliche Ausstellung findet vom 30. November bis 4. Dezember 2026 im Vereinsheim Hötting, Schulgasse 3, statt.
Quelle: https://www.iig.at/news/neues-wohnquartier-fuer-kranebitten
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