15 Landjugend-Funktionäre schließen JUMP-Lehrgang ab

15 junge Landjugendfunktionärinnen haben den LFI-Zertifikatslehrgang „JUMP“ erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der Ausbildung leiteten sie Projekte in ihren Heimatgemeinden – von Kräuterschnecken über Sagenwanderwege bis hin zu Jubiläumschroniken.
Die Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs „JUMP – Junge, unfassbar motivierte Persönlichkeiten“ haben gemeinsam mit ihren Landjugendgruppen außergewöhnliche Vorhaben in ihren Gemeinden verwirklicht. Alle 15 Teilnehmenden sind aktiv in den Vorständen ihrer Ortsgruppen tätig.
Die Ausbildung umfasst insgesamt 83 Unterrichtseinheiten und richtet sich an Funktionäre auf Ortsgruppenebene. Zu Beginn stehen drei Theoriemodule auf dem Programm, in denen Grundlagen der Landjugendarbeit, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie Rhetorik und Konfliktmanagement vermittelt werden. Die Teilnehmenden erhalten damit das Rüstzeug für die professionelle Leitung eines Projekts und entwickeln zugleich wichtige Kompetenzen für ihre Funktionärstätigkeit.
Eigenständige Projektumsetzung als viertes Modul
Das vierte Modul der Ausbildung besteht aus der eigenständigen Projektumsetzung. Die Themen sind vielfältig: Sie reichen von Bewusstseinsbildung zu heimischen Kräutern über die Aufbereitung regionaler Sagen bei Wanderwegen bis hin zu Jubiläumschroniken, Brauchtumsanleitungen oder Kindergeschichten. Mit ihren Projekten bereichern die Absolventinnen und Absolventen das Leben in den Gemeinden und fördern den Zusammenhalt innerhalb der Teams und Ortsgruppen.
Bei den abschließenden Projektpräsentationen stellten die JUMP-Teilnehmenden ihre Vorhaben, den Verlauf, entstandene Herausforderungen und gefundene Lösungen in Kurzpräsentationen vor.
Auswahl der umgesetzten Projekte
Juliane Schaubschläger und Sonja Schwarzbauer von der Landjugend St. Martin im Mühlkreis organisierten anlässlich des 75-jährigen Jubiläums verschiedene Aktionstage in der Gemeinde, darunter ein Generationen-Sensenmähen. Den Abschluss bildete eine Jubiläumsfeier mit Erntedankumzug, bei dem ehemalige Mitglieder über ihre Landjugendzeit erzählten.
Marlies Liebl von der Landjugend Pischelsdorf gestaltete eine Kräuterschnecke für die Gemeinde. Die Kräuter sind für alle Gemeindebewohnerinnen und Gemeindebewohner zugänglich. Bei der Errichtung wurden verschiedene Personengruppen miteinbezogen: Mit der Lebenshilfe Mattighofen wurden Kräuterschilder gebastelt, mit dem Kindergarten die Kräuter eingepflanzt und für Volksschulkinder gab es einen Kräuterworkshop.
Hannah Pfaffinger und Tamara Pötzelsberger von der Landjugend Kirchberg entwickelten ein umfassendes Projekt mit monatlich wechselnden Aktionstagen. Dazu gehörten die Übergabe von Nikolaussackerln an die ReKIZ Station des Salzburger Landesklinikum, der Bau einer Büchertauschbörse, die Gestaltung des Goaßbergs mit Fotorahmen und Holzliegen sowie Blutspendeaktionen.
Michael Antensteiner von der Landjugend Vorderstoder verband Wandern, Brauchtum und die Sagenwelt von Vorderstoder zu einem touristischen Erlebnis. Die Sagen rund um die Teufelskirche und die Filzmooserkapelle wurden in Deutsch, Englisch und Tschechisch vertont. Am bestehenden Wanderweg wurden neue Erlebnisstationen errichtet, während Erwachsene mittels App die Sage interaktiv miterleben können. Die nötigen Bau- und Sanierungsarbeiten der Kapelle sollen im Frühjahr 2027 finalisiert werden.
Lena Kiesenebner von der Landjugend Kremsmünster veranstaltete mit ihrem achtköpfigen Projektteam den Landesentscheid Pflügen und gestaltete ein mehrtägiges Fest zum 75-jährigen Jubiläum. Mittels Fotos, Dias und Protokollbüchern aus 75 Jahren wurde ein Jubiläumscafé veranstaltet. Alle Informationen sowie ergänzende Interviews wurden in einer Festschrift zusammengeführt.
Viktoria Schaupp von der Landjugend Grünburg-Steinbach widmete das Landjugendjahr der Kartoffel. Es wurde eine Kartoffelpyramide gebaut, die an einem Projekttag mit rund 100 Kindern bepflanzt wurde. Zusätzlich gab es einen Workshop zum Wachstumsprozess und den Verwendungsmöglichkeiten sowie ein Kartoffelheft mit Rätseln, Experimenten und Informationen.
Paula Lehner von der Landjugend Oftering-Wilhering organisierte eine große Jubiläumsfeier zum 70-jährigen Bestehen. Für die Feierlichkeit wurde eine Festschrift erstellt sowie ein Jubiläumsfilm mit Interviews ehemaliger Mitglieder gedreht. Highlight war das generationenübergreifende Platteln. Zudem wurde ein Weidenhäuschen am Gemeindeplatz angebaut.
David Miesenberger von der Landjugend Neumarkt im Mühlkreis organisierte die Ferienpassaktionen „Der Weg der Milch“ und „Der Nutzen des Waldes“ mit Mitmach-Stationen. Ergänzt wurde der Stationenbetrieb mit einem eigens erstellten Kinder-Handbuch. Auch beim Bezirksforstbewerb wurde ein Kinderprogramm geboten.
Julia Pühringer und Rebecca Spitzbart von der Landjugend Kirchham erstellten im Zuge des 70-jährigen Jubiläums eine Chronik mit Interviews, Protokollen, Fotos und Zeitungsausschnitten, die sie bei einer feierlichen Buchvorstellung präsentierten. Ein Generationenstammtisch sowie die Wiedereinführung alter Bräuche wie dem Sonnwendfeuer ergänzten das Projekt. Auf einer Generationen-Hollywoodschaukel sind die wichtigsten Meilensteine der Landjugend Kirchham abgebildet.
Tim Haupert (Landjugend Gunskirchen) verband Jagd, Wissensvermittlung und Jugend: dreiteiliger Schnupperkurs bei den Jagdhornbläsern, ein Kinderbuch über Jagd und richtiges Verhalten im Wald (über 300 Kinder erreicht) und im November Wildzerlege- und Kochkurse für Erwachsene.
Leonie Groissböck (Landjugend Haag am Hausruck) bewahrte altes Wissen: Workshops zu Besenbinden, Kräuterverarbeitung und Drahtkorbflechten mit kostenlosen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie ein Dämmerschoppen „Heuernte wie damals“ mit traditionellen Arbeitsweisen, alten Maschinen und Handwerkstechniken.
Alexander Pointl (Landjugend Gschwandt) bündelte das Vereinsleben in einer Broschüre (Auflage 1.500) mit Informationen zu den Vereinen und dem „Gschwandtner Jahreskreis“ und errichtete sechs Sitzbänke.
Worüber spricht Linz morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.