150 Einsatzkräfte übten Ernstfall in Hermagor

Mona HopfingerMona Hopfinger
Bergretter sichern im Wald eine verunglückte Person mit Seilen, Steiermark
© BI Florian Jost, BI Erik van Meenen

In der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See probten am 17. Oktober 2026 rund 150 Helfer von 13 Feuerwehren und dem Roten Kreuz den Ernstfall. An zwei Schauplätzen wurden ein schwerer Verkehrsunfall und ein Forstunfall mit Brand simuliert.

Rund 150 Einsatzkräfte von 13 Feuerwehren des Abschnittes „Unteres Gailtal“ und dem Roten Kreuz haben am 17. Oktober 2026 in der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See eine Großübung absolviert. Dabei wurden mehrere Szenarien an zwei verschiedenen Einsatzorten trainiert.

Verkehrsunfall mit Rundholz-Lkw

Auf der Eggeralm Landesstraße (L23) auf Höhe der Garnitzenbachbrücke beim Klammwirt in Möderndorf wurde ein schwerer Verkehrsunfall nachgestellt. Das Szenario umfasste einen mit Rundholz beladenen Lkw-Zug und drei Pkw. Die Helfer mussten mehrere Personen aus den Fahrzeugen befreien, medizinisch betreuen und abtransportieren.

Zusätzlich galt es, den Austritt von Betriebsmitteln zu stoppen und die Umwelt vor bereits ausgetretenen gefährlichen Stoffen zu schützen. Dafür wurde auch eine Ölsperre im Garnitzenbach errichtet.

Forstunfall mit Brandbekämpfung

Das zweite Übungsszenario spielte sich im Wald zwischen Mellweg und Paßriach ab. Dort wurde ein Forstunfall mit schwer verletzten und eingeklemmten Personen simuliert. Gleichzeitig geriet ein Knickschlepper im Wald in Brand.

Die Einsatzkräfte mussten die Verletzten schnellstmöglich retten und verhindern, dass sich das Feuer auf den Wald ausbreitet. Der MRAS-Trupp (Menschenrettung und Absturzsicherung) installierte Seilgeländer im Wald. Zur Befreiung der eingeklemmten Personen kamen Hebekissen zum Einsatz. Für die Brandbekämpfung wurde eine Wasserversorgung aufgebaut.

Übung bei Dunkelheit

Die Großübung fand bewusst am Abend bei beginnender Dunkelheit statt. „Die Einsatzkräfte müssen auch bei Dunkelheit sicher und effektiv arbeiten können. Der Aufbau der vorhandenen Beleuchtungsausrüstung sowie die Verwendung von Hand- und Stirnlampen waren eines der Übungsziele“, erklärte Abschnittsfeuerwehrkommandant Robert Koppensteiner.

Bei der Nachbesprechung bedankte sich Koppensteiner beim Roten Kreuz für die gute Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch allen Statisten, Helfern bei der Vorbereitung sowie jenen, die Grundstücke und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt hatten. Bürgermeister DI Leopold Astner und Feuerwehrreferent StR Ing. Wolfgang Wallner luden alle Beteiligten anschließend zu einem Imbiss beim Rüsthaus in Egg ein.

An der Übung nahmen rund 120 Feuerwehrleute und rund 30 Sanitätskräfte des Roten Kreuzes teil. Das Rote Kreuz setzte auch eine Drohne ein. Ebenfalls vor Ort war die Polizei Hermagor.

Quelle: https://gitschtal.gv.at/unser-gitschtal/neuigkeiten/neuigkeiten-detail/grossuebung-der-einsatzkraefte-in-der-gemeinde-hermagor

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