150 Kilogramm Fisolen von Feld gestohlen

Unbekannte haben in der Nacht auf Dienstag rund 150 Kilogramm Fisolen von einem Selbstpflück-Feld in Niederösterreich abgeerntet. Der betroffene Landwirt Martin Aschauer beziffert den Schaden auf etwa 1.000 Euro, so der ORF.
Das Fisolenfeld von Martin Aschauer war eigentlich für Selbstpflücker vorgesehen. Als der Landwirt am Dienstagmorgen gemeinsam mit seiner Freundin zum Feld kam, war jedoch nichts mehr von dem Gemüse übrig. „In der Früh bin ich mit meiner Freundin zum Feld gekommen und da hat der erste Nachbar schon gesagt, dass keine Fisolen mehr da sind“, schilderte Aschauer gegenüber dem ORF.
Mehrere Täter dürften in der Nacht die gesamte Ernte abgeerntet haben. Der entstandene Schaden beläuft sich nach Angaben des Landwirts auf rund 1.000 Euro. Jäger, die nachts in der Gegend unterwegs waren, hätten von dem Diebstahl nichts mitbekommen.
Keine Anzeige erstattet
Aschauer hat aufgrund der geringen Aufklärungschancen keine Anzeige bei der Polizei erstattet, will den Vorfall aber dennoch melden. Auch die Menschen in der Region zeigten sich verärgert über den Diebstahl, mehrere hätten sich beim Landwirt gemeldet.
Die Fisolen werden laut Aschauer in zwei bis drei Wochen wieder nachwachsen. Um künftige Diebstähle zu verhindern, überlegt der Landwirt nun, sein Feld mit Videokameras überwachen zu lassen.
Strafen bis zu 1.500 Euro möglich
Das unbefugte Pflücken von Obst und Gemüse ist in Österreich kein Kavaliersdelikt. Nach dem niederösterreichischen Feldschutzgesetz kann das unerlaubte Entziehen oder Zueignen von fremdem Feldgut als Verwaltungsübertretung geahndet werden.
Die Bezirksverwaltungsbehörde kann hierfür Geldstrafen bis zu 1.500 Euro verhängen. Bei größeren Mengen oder besonderen Umständen kann auch gerichtliches Strafrecht zur Anwendung kommen.
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