16 Städte in Österreich mit höchster Hitzebelastung

In 16 von 80 österreichischen Städten hat die Hitzebelastung die höchste Stufe erreicht. Braunau verzeichnet heuer bereits 32 Tage mit über 30 Grad – doppelt so viele wie 2025, so der ORF.
Die Hitzebelastung in österreichischen Städten steigt deutlich an. Laut einer Analyse von Greenpeace wurde in 16 von 80 Städten bereits die höchste Belastungsstufe erreicht. Besonders auffällig ist die Entwicklung in Oberösterreich: In Braunau wurden heuer schon 32 Hitzetage mit mehr als 30 Grad gemessen – im Vorjahr waren es lediglich 16 Tage.
In Enns und Steyr zählte man jeweils 30 Hitzetage, in Linz 29 und in Wels 28. Die tatsächliche Belastung hängt jedoch stark von der Bebauung und dem Grünflächenanteil ab.
Grünflächen als natürliche Klimaanlage
Wie stark die Hitze in einer Stadt spürbar ist, wird maßgeblich von der Begrünung beeinflusst. Die Greenpeace-Analyse zeigt: Im Welser Stadtzentrum ist nur knapp ein Viertel der Flächen begrünt, in Linz ein Drittel. Steyr ist zwar ebenfalls stark von Hitze betroffen, doch mit einem Grünanteil von fast 50 Prozent seien die Hitzetage dort erträglicher.
Ansfelden im Bezirk Linz-Land gilt mit einem Grünflächenanteil von 44,5 Prozent als Vorreiter. Die Grünflächen würden dort effektiv als „natürliche Klimaanlagen gegen die urbane Hitze“ eingesetzt, heißt es in einer Aussendung der Umweltorganisation.
Forderung nach verbindlichen Maßnahmen
Greenpeace sieht in der Begrünung einen wichtigen Hebel gegen die zunehmende Hitzebelastung. Mehr Bäume würden zusätzlichen Schatten spenden, Grünflächen könnten die unmittelbare Umgebung abkühlen. Die Organisation fordert deshalb verbindliche Maßnahmen für zusätzliche Begrünung in den Städten.
Vom Bund verlangt Greenpeace eine Milliarde Euro für Renaturierungsmaßnahmen.
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