20 Jahre delfort: Vom Trainee zum Geschäftsführer

Marco Kutscha startete 2002 als Trainee bei delfort Germany und leitet das Unternehmen heute als Geschäftsführer. In zwei Jahrzehnten hat er den Aufbau des Marktes für pharmazeutische Beipackzettel mitgestaltet.
Marco Kutscha begann seine Laufbahn bei delfort Germany im Juni 2002 im ersten Trainee-Programm der Trierenberg Group. Seine erste Station führte ihn nach Reinbek, wo er sich auf pharmazeutische Beipackzettel konzentrierte. Die Aufgabe war klar definiert: den Markt aufbauen.
Aus dieser Anfangsphase entwickelte sich ein Geschäftsbereich, in dem das Unternehmen nach eigenen Angaben heute Markt- und Technologieführer ist. Im Laufe der Jahre übernahm Kutscha zunehmend Verantwortung und wurde schließlich Geschäftsführer von delfort Germany.
Offene Unternehmenskultur als Entwicklungsfaktor
Kutscha betont, dass er seit 2002 im selben Marktsegment tätig ist und dies weiterhin spannend findet. Die Unternehmenskultur bei delfort beschreibt er als offen, direkt und kollaborativ. Von Beginn an sei er ermutigt worden, Ideen zu entwickeln und bestehende Ansätze zu hinterfragen.
Diese Arbeitsumgebung habe seine berufliche Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Man lerne, Kollegen zu vertrauen, unterschiedliche Perspektiven zu schätzen und gemeinsam die beste Lösung zu finden.
Pandemie als prägendes Erlebnis
Als einschneidendstes Erlebnis seiner Zeit bei delfort nennt Kutscha die COVID-19-Pandemie. Das Unternehmen musste sich plötzlich einer völlig neuen Realität stellen: Reisen wurden eingestellt, Kundenbesuche fielen weg, und Arbeitsabläufe mussten neu gedacht werden.
Gleichzeitig startete OP Papírna eine neue Papiermaschine unter schwierigsten Bedingungen. Besonders hebt Kutscha hervor, wie das Team zusammenrückte und sich von externen Aktivitäten auf interne Unterstützung konzentrierte.
Der Zeitpunkt der neuen Maschine erwies sich als wichtig: Die Nachfrage nach pharmazeutischen Beipackzetteln für Impfstoffe stieg deutlich an, und das Unternehmen konnte darauf reagieren.
Thinprint-Technologie als Kernkompetenz
Kutscha betrachtet Thinprint-Papiere nicht als Produkt, sondern als Technologie. Die Expertise ermögliche es, Papiere mit geringerem Flächengewicht herzustellen, die weniger Tinte und weniger Ressourcen benötigen und dennoch exzellente Druckergebnisse liefern.
Ursprünglich für religiöse Literatur entwickelt, wurde die Technologie später erfolgreich für pharmazeutische Beipackzettel adaptiert. Die Kombination aus Ressourceneffizienz und hoher Leistung mache das Feld spannend.
Digitale Lösungen wie E-Reader oder digitale Beipackzettel sieht er als wertvolle Ergänzung zu gedruckten Produkten, nicht als vollständigen Ersatz. Digital und Print könnten zusammenarbeiten und hätten beide wichtige Rollen.
Persönliche Einblicke
Nach mehr als 40 Jahren Handball wechselte Kutscha zum Tennis. Dort habe er die wahre Bedeutung der „Tagesform“ entdeckt: An einem Tag fühle man sich wie ein Profi, am nächsten frage man sich, ob man jemals einen Schläger in der Hand gehalten habe.
Bei Geschäftsreisen hatte er nach eigenen Angaben außergewöhnliches Pech: Er erlebte eine Notlandung wegen Rauchentwicklung im Flugzeug, fuhr durch einen Feuerball auf der Autobahn und verbrachte eine gesamte Messewoche in Paris ohne Koffer. Sein Chef habe irgendwann nicht mehr mit ihm reisen wollen.
Lieblingsprodukt mit besonderer Geschichte
Als Lieblingsprodukt nennt Kutscha terreus®, ein strukturiertes Designpapier mit markanter Wasserzeichnung und hochwertiger Haptik. Das Unternehmen nutzt es für Kundenkorrespondenz und Datenblätter. Kunden hätten angerufen, um nach dem Papier selbst zu fragen, statt nach den ursprünglich gesendeten Mustern.
Finnlands Beitrittsdokumente zur NATO seien auf terreus unterzeichnet worden, was viel über Qualität und Charakter des Produkts aussage.
Wachstum bei persönlicher Kultur
Die Attraktivität von delfort als Arbeitgeber führt Kutscha auf Menschen und Möglichkeiten zurück. Das Unternehmen wachse, entwickle sich weiter und investiere in die Zukunft, was spannende Perspektiven schaffe. Gleichzeitig habe es eine Kultur bewahrt, die sich persönlich anfühle.
Man könne mit jedem sprechen, unabhängig von Rolle, Standort oder Titel. Obwohl delfort zu einer globalen Organisation gewachsen sei, behalte es die Flexibilität und den unternehmerischen Geist, die es besonders machten.
Quelle: https://delfortgroup.com/news/marco-kutscha-at-delfort
Worüber spricht Traun?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.