222 km/h auf Pyhrnautobahn: Raser von Polizei gestoppt

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 40-Jähriger ist am Mittwochabend auf der Pyhrnautobahn mit 222 km/h von der Polizei angehalten worden. Der Mann wollte nach eigenen Angaben testen, ob das Fahrzeug vor ihm mithalten könne – es handelte sich jedoch um eine Zivilstreife, so der ORF.

Der Führerschein des Lenkers wurde ihm abgenommen. Sein Fahrzeug konnte allerdings nicht beschlagnahmt werden, da es nicht sein Eigentum ist. Der Vorfall ereignete sich auf der A9.

In Graz wurden zwei Lenker mit 123 km/h in einer 50er-Zone gestoppt. Auch in Mariazell kam es zu einem schweren Fall von Raserei: Ein Motorradfahrer war mit 205 km/h auf der Bundesstraße unterwegs und verlor sowohl Führerschein als auch Motorrad.

51 Fahrzeuge in der Steiermark beschlagnahmt

Seit 1. März 2024 gilt in Österreich eine neue Bestimmung zur Beschlagnahme von Fahrzeugen bei extremer Raserei. Margarete Brenner von der Verkehrsbehörde des Landes Steiermark berichtet, dass seither 51 Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt wurden. Zwei davon seien behördlich dauerhaft abgenommen worden.

Versteigert wurde bisher keines der beiden Fahrzeuge, da die Verfahren noch nicht abgeschlossen sind.

Verkehrssicherheit fordert härtere Strafen

Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hält die aktuellen Strafen für unzureichend. Österreich habe fast die geringsten Strafen in ganz Europa. Ein Führerscheinentzug erfolge sehr spät und sei dann sehr kurz.

Robatsch verweist auf die Verkehrstoten-Statistik: In der Schweiz gebe es 28 Getötete pro eine Million Einwohner, in Österreich seien es 43 Getötete pro eine Million Einwohner. Selbst Deutschland habe weniger Verkehrstote pro Einwohner als Österreich.

Extreme Raser seien überwiegend Männer, so Robatsch. Oft gehe es darum, andere zu beeindrucken. Im Sommer würden zudem Hitze, Baustellen und Staus das Aggressionspotenzial im Straßenverkehr erhöhen.

Polizei setzt auf verstärkte Kontrollen

Die Polizei reagiert mit verstärkten Kontrollen. Fritz Grundnig erklärt, der Auftrag sei, die Geschwindigkeitsüberwachung zu verstärken. Nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit sei nach wie vor eine der häufigsten Unfallursachen.

Extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen seien zwar Einzelfälle, die Folgen könnten aber verheerend sein, so Grundnig.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3364923/

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