226 Suspendierungen an steirischen Schulen

In der Steiermark geht für über 129.400 Schülerinnen und Schüler am Freitag das Schuljahr zu Ende. Die Bilanz zeigt 226 Suspendierungen, vor allem an Mittel- und Volksschulen in städtischen Gebieten, so der ORF.
Das Schuljahr endet am Freitag für mehr als 129.400 Kinder und Jugendliche in der Steiermark. Insgesamt wurden 226 Suspendierungen verzeichnet, wobei Mittel- und Volksschulen im städtischen Raum besonders betroffen waren.
Neues Gesetz gegen Gewalt tritt in Kraft
Als Antwort auf die Entwicklung wird ab dem kommenden Schuljahr ein neues Gesetz gegen Gewalt an Schulen wirksam. Nach einer Suspendierung wird künftig eine pädagogische Begleitung zur Pflicht. Sollten Eltern die Kooperation ablehnen, drohen Geldstrafen von bis zu 800 Euro.
Gleichzeitig wird die psychosoziale Betreuung erweitert. Heuer wurden in der Steiermark 17 zusätzliche Stellen in der Schulpsychologie eingerichtet. Im Herbst folgen weitere acht Fachkräfte in der Schulsozialarbeit.
Verpflichtende Sommerschule für Kinder mit Deutschdefiziten
Eine wesentliche Neuerung betrifft die Sommerschule. War die Teilnahme bisher freiwillig, müssen außerordentliche Schülerinnen und Schüler mit unzureichenden Deutschkenntnissen nun verpflichtend teilnehmen. In diesem Sommer sind mehr als 7.600 Kinder angemeldet, davon rund 1.800 verpflichtend.
Ab Herbst erhalten zudem mehr als 40 steirische Brennpunktschulen zusätzliche Unterstützung. Über den sogenannten Chancenbonus bekommen sie mehr Personal zugewiesen.
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