25-Jähriger wegen Missbrauchs zweier Buben vor Gericht

Ein Mann steht in Wien wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen vor Gericht. Er soll im Februar in der Millennium City zwei Buben missbraucht und dafür bezahlt haben.
Am Dienstagnachmittag musste sich ein 25-Jähriger am Wiener Landesgericht verantworten. Die Vorwürfe: schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen, sexueller Missbrauch von Jugendlichen sowie Herstellung von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial.
Laut Anklage lernte der Mann am 24. Februar 2026 in der Millennium City einen 14-Jährigen kennen. Gemeinsam mit diesem und dessen zwölfjährigem Freund ging er auf eine Toilettenanlage.
Dort soll es zu sexuellen Handlungen mit beiden Buben gekommen sein. Für die Handlungen zahlte der Angeklagte jedem der beiden 100 Euro. Nach der Trennung rief er zwei Stunden später den Zwölfjährigen erneut an und vereinbarte ein weiteres Treffen. Dabei soll es zu einer weiteren geschlechtlichen Handlung gekommen sein, die der 25-Jährige mit seinem Handy gefilmt haben soll.
Angeklagter bestreitet Alter gekannt zu haben
Der Beschuldigte zeigte sich zu den sexuellen Handlungen grundsätzlich geständig. Allerdings gab er an, er habe den Jüngeren ebenfalls für 14 Jahre alt gehalten: „Ich habe geglaubt, dass die beiden in die gleiche Klasse gehen.“ Den Älteren habe er gezielt nach dem Alter gefragt, „damit ich mich nicht strafbar mache“. Dass bezahlter Sex mit unter 16-Jährigen strafbar ist, sei ihm nicht bekannt gewesen.
Warum er den jüngeren Buben noch einmal angerufen habe, begründete der Angeklagte mit sexueller Erregung. Den Vorwurf, auf der Toilette Bildmaterial erstellt zu haben, bestritt der 25-Jährige.
Zeugen mussten nicht persönlich erscheinen
Die beiden Buben wurden bereits im Ermittlungsverfahren kontradiktorisch befragt. Dadurch blieb ihnen ein persönliches Erscheinen und eine direkte Konfrontation mit dem Angeklagten erspart. Vor der Wiedergabe der aufgezeichneten Aussagen wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft.
Quelle: APA
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