2.500 Haushalte durch NÖ Wohnassistenz unterstützt

Die NÖ Wohnassistenz feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Seit 2006 erhielten 2.500 Haushalte mit mehr als 5.450 Menschen leistbaren Wohnraum und sozialarbeiterische Begleitung. Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zog bei einer Pressekonferenz in St. Pölten Bilanz.
Zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung hat die NÖ Wohnassistenz insgesamt 2.500 Haushalte mit Wohnraum versorgt. In diesen Haushalten lebten mehr als 5.450 Menschen, davon 45 Prozent Kinder, 34 Prozent Frauen und 21 Prozent Männer. Das gab Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gemeinsam mit Patricia Grünauer, Geschäftsführerin des Vereins Wohnen, bei einer Pressekonferenz bekannt.
Das Programm richtet sich an Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder sich in schwierigen Wohn- und Lebenssituationen befinden. „Menschen in schwierigen Wohn- und Lebenssituationen erhalten Zugang zu einer leistbaren Wohnung und werden gleichzeitig individuell begleitet“, erklärte Teschl-Hofmeister. Das Angebot kombiniere leistbaren Wohnraum mit sozialarbeiterischer Unterstützung.
Hilfe zur Selbsthilfe statt Bevormundung
Ziel der Initiative sei es, die persönliche Lebenssituation nachhaltig zu stabilisieren und Betroffene dabei zu unterstützen, ihre Wohnung langfristig selbstständig zu erhalten. „Sie schafft die Rahmenbedingungen und gibt die Unterstützung, die notwendig ist, damit Menschen diese Verantwortung wieder selbst übernehmen können. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe“, betonte die Landesrätin. Die NÖ Wohnassistenz nehme den Menschen nicht die Verantwortung für ihr Leben ab.
Das Modell basiert auf der Zusammenarbeit mehrerer Partner: Das Land Niederösterreich finanziert das Angebot, der Verein Wohnen übernimmt die Abwicklung und sozialarbeiterische Begleitung, während gemeinnützige Wohnbauträger Wohnungen bereitstellen. Bis 2021 waren es noch 1.905 Haushalte und mehr als 3.800 Menschen gewesen.
Erweiterung in St. Pölten geplant
Auch künftig werde die Unterstützung von Menschen in Wohnungsnot eine wichtige Aufgabe bleiben, kündigte Teschl-Hofmeister an. Das Land Niederösterreich werde an dieser Hilfe festhalten. In der Daniel-Gran-Straße in St. Pölten wird derzeit das Gebäude des Vereins Wohnen umfassend saniert und erweitert. Aus bisher vier Wohnungen entstehen künftig sechs, wodurch zusätzlicher leistbarer Wohnraum geschaffen wird.
Die Landesrätin sprach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung des Vereins Wohnen Respekt, Dank und Anerkennung aus und sicherte ihnen die volle Unterstützung für ihre Anliegen zu.
Erkrankungen und Trennungen als häufige Ursachen
Patricia Grünauer erklärte, dass die hilfesuchenden Menschen häufig von Erkrankungen, Todesfällen und Trennungen betroffen seien. Dadurch veränderten sich oftmals das Leben und die Einkommenssituation. „Eine Wohnung ist dann in einer solchen Situation der Ankerpunkt für Stabilität und Sicherheit“, betonte die Geschäftsführerin. Ziel sei es, Menschen in schwierigen Zeiten eine Perspektive und ein neues Zuhause zu geben.
„Wir informieren über bestehende Unterstützungsangebote und helfen den Betroffenen dabei, an die richtige Stelle zu kommen, die für Entlastung sorgt“, so Grünauer. Entscheidend sei dabei, individuelle Lösungen zu finden und die Menschen nachhaltig zu stabilisieren. „Durch leistbaren Wohnraum und gezielte Begleitung können wir Menschen dabei unterstützen, wieder selbstständig Fuß zu fassen“, sagte Grünauer.
Mieterin berichtet von persönlichen Herausforderungen
Mieterin Bettina berichtete bei der Pressekonferenz von ihren persönlichen und finanziellen Herausforderungen. „Meine Lebenssituation hat sich verändert, weil ich Mama geworden bin. Mit Unterstützung der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie des Vereins Wohnen ist es mir aber gelungen, meine persönliche und finanzielle Situation zu stabilisieren“, erzählte Bettina. Hilfe zu suchen und anzunehmen, sei für sie zunächst nicht einfach gewesen und etwas, das sie erst lernen musste.
Quelle: OTS
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