25,5 Millionen Euro für Hochwasser-Betroffene ausbezahlt

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Initiative „Österreich hilft Österreich“ hat zwei Jahre nach dem Hochwasser im September 2024 Bilanz gezogen. Von den gespendeten 26,5 Millionen Euro wurden bereits 25,5 Millionen Euro als Überbrückungs- und Wiederaufbauhilfe ausgezahlt.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag präsentierte die Initiative „Österreich hilft Österreich“ die Ergebnisse ihrer Hochwasserhilfe. Peter Kaiser, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, sprach von beeindruckender Solidarität. Insgesamt seien rund 26,5 Millionen Euro für die Betroffenen gespendet worden.

Der Großteil der Mittel, nämlich 25,5 Millionen Euro, wurde vor allem in Niederösterreich eingesetzt. Die Gelder flossen in Überbrückungs- und Wiederaufbauhilfe für die vom Hochwasser betroffenen Menschen.

Knapp 8.500 Anträge auf Überbrückungshilfe

Kaiser beschrieb das Ausmaß der Verwüstung als enorm. Tausende Menschen hätten innerhalb weniger Stunden alles verloren, was sie sich über Jahre aufgebaut hatten. Deshalb sei schnelle und unbürokratische Hilfe besonders wichtig gewesen.

Knapp 8.500 Anträge auf Überbrückungshilfe wurden gestellt. Dafür wurden rund 10,9 Millionen Euro ausbezahlt, wobei Betroffene bis zu 2.100 Euro erhielten. Für besonders schwer betroffene Haushalte wurde zusätzlich eine Wiederaufbauhilfe von bis zu 10.700 Euro pro Haushalt eingerichtet.

Dramatische Lage in Melk

Wie dramatisch die Lage war, zeigte sich unter anderem in Melk. Dort waren Hunderte Haushalte ohne Strom, Menschen mussten mit Hubschraubern und Zillen evakuiert werden. Patrick Strobl, Bürgermeister und Gemeindemitarbeiter der Stadtgemeinde Melk, betonte vor allem den Zusammenhalt während der Katastrophe. Diese Solidarität bleibe für ihn eine der stärksten Erinnerungen.

Initiative seit Corona-Pandemie aktiv

„Österreich hilft Österreich“ wurde bereits im Jahr 2020 während der Corona-Pandemie von Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotem Kreuz, Volkshilfe und ORF ins Leben gerufen. Mittlerweile wurde die Initiative in eine gemeinnützige Stiftung überführt.

Neben der Katastrophenhilfe unterstützt die Initiative längerfristige soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien. „Menschen brauchen nicht nur dann Unterstützung, wenn eine Krise Schlagzeilen macht. Not erleben wir auch leise – hinter Wohnungstüren, in Familien und in Klassenzimmern“, sagte Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich.

Der ORF begleitet die Initiative als Medienpartner mit Spendenaufrufen, Berichterstattung und Benefizaktionen. Lisa Zuckerstätter, Leiterin des ORF Humanitarian Broadcasting, betonte, die Aufgabe sei es, den Scheinwerfer dorthin zu richten, wo Aufmerksamkeit gebraucht wird.

Quelle: APA

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