27 Jugendliche als erste Moorbotschafter zertifiziert

Mathias FischerMathias Fischer
Moorbotschafter-Diplom mit Wasser-Tropfen auf Moos und Stadt-Silhouette
© Mit KI (Gemini) generiert

In Schrems wurden 27 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gmünd als Österreichs erste Moorbotschafter ausgezeichnet. Die Jugendlichen absolvierten eine mehrmonatige Ausbildung im Rahmen der Bewerbung zur „Wetland City Schrems“.

Bei der Schulschlussfeier des BG/BRG Gmünd erhielten 27 Schülerinnen und Schüler ihre Zertifikate als Österreichs erste Moorbotschafter. Die Jugendlichen aus den Klassen 5A und 5B hatten zuvor eine mehrmonatige Ausbildung durchlaufen, die im Zuge einer Bildungskooperation zur Vorbereitung der „Wetland City Schrems“ organisiert wurde.

Experten der Universität Wien, der Universität für Weiterbildung Krems und des UnterWasserReich Naturpark Hochmoor Schrems schulten die Jugendlichen zu Themen wie Moore als Lebensräume, Wasserspeicher und Kohlenstoffsenke. Das erworbene Wissen vermittelten die Gymnasiasten anschließend an jüngere Schüler in der Volksschule und der Neuen Mittelschule Schrems.

Das Projekt endete Ende Juni 2026. Umgesetzt wurde es von der Stiftung COMÚN und dem UnterWasserReich Schrems im Rahmen der Bewerbung der Stadtgemeinde Schrems als erste „Wetland City“ im deutschsprachigen Raum. Die Finanzierung erfolgte durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

Lob von Minister und Bürgermeister

Umweltminister Norbert Totschnig betonte die Bedeutung von Mooren als natürliche Wasserspeicher und wertvolle Lebensräume. „Mit der Ausbildung der ersten Moorbotschafterinnen und Moorbotschafter vermitteln wir jungen Menschen, warum der Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme so wichtig ist“, erklärte er. Bewusstseinsbildung sei ein zentraler Schwerpunkt des Umweltministeriums. Er gratulierte allen Absolventen zu dieser besonderen Auszeichnung.

Der Schremser Bürgermeister David Süß unterstützte das Projekt von Beginn an. „Mit den neuen Moorbotschaftern ist Schrems einmal mehr Vorreiter für moderne und innovative Bildungsprojekte“, sagte er. Die Ausbildung habe auch über die Gemeindegrenzen hinaus für Interesse gesorgt. Die Moorbotschafter begleiteten Schrems auf dem Weg zur Wetland City 2028.

„Leuchtturmprojekt im Bildungsbereich“

Sebastian Bohrn Mena von der Stiftung COMÚN, Projektleiter und Initiator des Vorhabens „Wetland City Schrems 2028“, dankte den Fachleuten der Universitäten, dem pädagogischen Team des UnterWasserReich und dem Gymnasium Gmünd. Besonders würdigte er die Schülerinnen und Schüler, die sich in ihrer Freizeit auf die Ausbildung eingelassen hätten und nun zu Recht stolz auf ihre Leistungen seien.

Thomas Kainz, Geschäftsführer des UnterWasserReichs in Schrems und Koordinator des Wetland-City-Bewerbungsprozesses, gratulierte den Gymnasiasten zu ihrer großartigen Leistung. Nach Monaten der Vorbereitung und erfolgreichen Umsetzung der Workshops dürften sie sich nun als Österreichs erste Moorbotschafter bezeichnen.

Ronald Binder, Leiter des BG/BRG Gmünd, hob die gelungene Verbindung von wissenschaftlicher Begleitung, schulübergreifender Kooperation und dem Thema Moor hervor. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Lernerfolg aller Beteiligten: Die älteren Schüler hätten einen universitären Crashkurs erhalten, Verantwortung übernommen und ihr Wissen durch kreative didaktische Aufbereitung für die Jüngeren vertieft. Diese hätten dann mit großer Motivation gelernt und seien von den Älteren auf Augenhöhe gecoacht worden. „Für mich ist das ein echtes Leuchtturmprojekt im Bildungsbereich“, so Binder.

Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess und zur Bildungskooperation finden sich unter wetlandcityschrems.at.

Quelle: OTS

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