3.000 Mountainbiker jährlich nach Unfällen im Spital

Mountainbiker tragen ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie andere Radfahrer. Jährlich müssen rund 3.000 von ihnen nach Unfällen im Spital behandelt werden. Der Kärntner Zivilschutzverband gibt Tipps für mehr Sicherheit.
Rund drei Millionen Österreicher sind regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs, um fit zu bleiben und sich zu bewegen. Etwa 250.000 Radler bezeichnen sich selbst als sportlich orientierte Mountainbiker, manche davon suchen extreme Herausforderungen mit rasanten Abfahrten abseits befestigter Wege.
Die Folge: Mountainbiker haben im Vergleich zu anderen Radfahrern ein doppelt so hohes Unfallrisiko. Jedes Jahr müssen 3.000 Mountainbiker nach Unfällen stationär im Spital behandelt werden.
Kontrollierte Fahrweise entscheidend
Im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten sollten Mountainbiker auf Wanderer und die Natur Rücksicht nehmen und die Wege nicht verlassen. Vor unübersichtlichen Stellen sind akustische Warnsignale wie eine Klingel unbedingt notwendig.
Die Fahrgeschwindigkeit sollte stets den Bodenverhältnissen und der Steilheit des Geländes angepasst werden. Auf Sicht zu fahren ist wichtig, um jede Situation im Griff zu haben. Besondere Vorsicht ist bei Bremsmanövern auf schottrigem Untergrund, Wurzeln und Schlaglöchern geboten, die vor allem bei häufigem Licht-Schatten-Wechsel schwer zu erkennen sind.
Unübersichtliche und gefährliche Stellen sollten besser zu Fuß mit dem Rad in der Hand bewältigt werden. Auch vor Überanstrengung warnt das KfV-Institut Sicher Leben: Untrainierte Radler, die sich zu viel zumuten, riskieren tragische Folgen. Eine Radtour sollte ein Genuss sein, keine Tortur.
Schutzausrüstung auch für Freizeitradler
Bei Profirennen sind Helm, Ellbogenschützer, Handschuhe, Knieschützer, Brust- und Rückenpanzer Pflicht. Auch Freizeitradler sollten zum eigenen Schutz immer einen Helm tragen und besonders bei Abfahrten auch die anderen Ausrüstungsgegenstände verwenden.
Die Fahrräder müssen regelmäßig gewartet werden. Besonders Bremsen, Reifen und Radmuttern sollten kontrolliert werden.
Der Kärntner Zivilschutzverband bietet weitere Tipps zur Unfallvermeidung und privaten Vorsorge in einem kostenlosen Sicherheits-Ratgeber an. Dieser kann unter der Telefonnummer 050-536-57080 oder per E-Mail an zivilschutzverband@ktn.gv.at angefordert werden.
Quelle: https://www.siz.cc/kaernten/aktuell/102590/Sicheres-Mountainbiken
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