33.000 Schüler starten im Burgenland ins neue Schuljahr

Im Burgenland beginnt für mehr als 33.000 Kinder und Jugendliche das Schuljahr 2026/27. Besonders erfreulich: Die Zahl der Schulanfänger steigt um knapp 100 auf rund 2.850 Kinder.
Zum Schulstart besuchen insgesamt 33.164 Schülerinnen und Schüler die Pflicht- und Bundesschulen im Burgenland. Zusätzlich beginnen rund 450 Berufsschülerinnen und Berufsschüler das neue Schuljahr. Bildungslandesrätin Daniela Winkler betont, dass allen Kindern unabhängig von ihrem Wohnort gleiche Bildungschancen und passende Rahmenbedingungen geboten werden sollen. Grundlage dafür sei eine durchgängige Bildungsplanung vom Kindergarten bis zur Matura oder Lehre.
Mehr Schülerinnen und Schüler an höheren Schulen
Im Pflichtschulbereich werden 19.193 Kinder und Jugendliche in 1.132 Klassen unterrichtet. Die Volksschulen zählen 11.204 Schülerinnen und Schüler, die Mittelschulen 7.238 Kinder und Jugendliche in insgesamt 377 Klassen.
Bei den höheren Schulen ist erneut ein Anstieg zu verzeichnen. Heuer besuchen 13.971 Jugendliche eine AHS oder BMHS, das sind 366 mehr als im Vorjahr. Dafür wurden 16 zusätzliche Klassen eingerichtet.
Auch die BAfEP Oberwart verzeichnet Wachstum. Die Schülerzahl steigt auf 550 und damit um 55 gegenüber dem Vorjahr. Laut Winkler unterstreicht diese Entwicklung das große Interesse junger Menschen an der Ausbildung zur Kindergartenpädagogin beziehungsweise zum Kindergartenpädagogen. Insgesamt würden die steigenden Zahlen zeigen, dass die Bildungsangebote im Burgenland stark nachgefragt werden.
Unterricht an allen Standorten gesichert
Trotz des weiterhin hohen Bedarfs an Lehrkräften, insbesondere in den Bereichen Sonderpädagogik, Inklusion, Kroatisch, Mathematik sowie kreativ-musische Fächer, konnten sämtliche vorgesehenen Stellen besetzt werden. Schulschließungen sind daher nicht vorgesehen.
Das Land hält zudem an seiner regionalen Bildungsplanung mit den Bildungsregionen Nord und Süd fest. Ein wichtiger Baustein dabei ist die geplante Duale Oberstufe am E-Campus Pinkafeld. Sie soll die Polytechnische Schule stärken und Jugendlichen einen durchgängigen Bildungsweg von der Berufsorientierung über die Lehre bis hin zur Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung ermöglichen.
Nachhilfeangebot bleibt bestehen
Bildungsdirektor Alfred Lehner betont, dass die individuelle Förderung jedes Kindes weiterhin im Mittelpunkt stehe. Ziel sei es, allen Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren weiteren Bildungsweg zu bieten.
Die vom Land finanzierte Lernunterstützung wird auch im Schuljahr 2026/27 fortgesetzt. Im vergangenen Zeitraum wurden insgesamt 20.280 Nachhilfestunden für 6.072 Schülerinnen und Schüler angeboten. Besonders gefragt waren Unterstützungsangebote in Deutsch, Mathematik und Englisch.
Fokus auf Demokratie, KI und Leseförderung
Im neuen Schuljahr stehen mehrere Schwerpunkte im Mittelpunkt. Im Bereich Sprache und Lesen sollen die Lesediagnostik sowie die Förderung der deutschen Sprache und der Volksgruppensprachen weiter ausgebaut werden. Auch der Übergang vom Kindergarten in die Volksschule soll künftig noch stärker begleitet werden.
Bei der Begleitung von Schülerinnen und Schülern vor möglichen Suspendierungen setzt das Burgenland künftig verstärkt auf Prävention. Ziel ist es, frühzeitig Unterstützung anzubieten und Suspendierungen möglichst zu vermeiden.
Mit einer Demokratieoffensive soll zudem das Interesse an demokratischen Prozessen gestärkt werden. Dazu gehören unter anderem Angebote mit dem Kabarettduo Flo & Wisch sowie die Präsentation des „Demokratino“ von Thomas Brezina in Mörbisch.
Daniela Winkler verweist darauf, dass sich der Unterricht laufend weiterentwickelt. Künftig sollen die sogenannten vier Ks – kritisches Denken, Kollaboration, Kommunikation und Kreativität – noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Dieses Konzept wurde bereits in den Feriencamps des Burgenlands angewendet.
Darüber hinaus sind Fortbildungen zu Künstlicher Intelligenz für Pädagoginnen und Pädagogen sowie Maßnahmen zur Stärkung der Handykompetenz vorgesehen. KI werde künftig auch den Unterricht verändern. Schülerinnen und Schüler würden verstärkt eigenständig Wissen erwerben, während Lehrkräfte zunehmend die Rolle von Lernbegleitern einnehmen.
Im Rahmen der Bildungsregionen Nord und Süd sollen außerdem regionale Bildungsangebote weiterentwickelt werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Landwirtschaftlichen Fachschulen, die Jugendlichen Einblicke in Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten im landwirtschaftlichen Bereich bieten.
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