Über 350 Gäste bei Vorsprung OÖ

Landeshauptmann Thomas Stelzer lud zum Zukunftsprozess „Vorsprung OÖ“ ins BMW-Werk Steyr.
Im BMW Group Werk Steyr kamen mehr als 350 Menschen aus dem Traunviertel zusammen, um am Zukunftsprozess „Vorsprung OÖ“ teilzunehmen. Landeshauptmann Thomas Stelzer hatte zur Veranstaltung geladen, die sich mit der künftigen Ausrichtung des Bundeslandes befasste.
Der Standort wurde bewusst gewählt: Das Werk produziert jeden zweiten BMW-Antrieb weltweit. Während der Konzern global spart, fließen in Oberösterreich weiterhin Investitionen. Erst in der vergangenen Woche wurden 100 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der Elektromotorenproduktion angekündigt.
Zukunftsprogramm mit Bürgerbeteiligung
Die OÖVP will mit „Vorsprung OÖ“ gemeinsam mit der Bevölkerung ein Zukunftsprogramm entwickeln. „Wir leben in Oberösterreich in Frieden, Sicherheit und mit einer hohen Lebensqualität. Darauf können wir stolz sein. Aber wenn wir auch in Zukunft so gut leben wollen, müssen wir heute die richtigen Weichen stellen“, erklärte Stelzer. Das Land könne zwar nicht die Welt ordnen, sich aber auf Veränderungen vorbereiten.
Der Landeshauptmann betonte, dass wirtschaftlicher Erfolg mit Lebensqualität, Zusammenhalt, Traditionen und Umweltschutz vereinbar sein müsse. „Wir wollen die Emissionen reduzieren, aber nicht die Arbeitsplätze. Wir wollen ein Land mit Künstlicher Intelligenz und Blasmusik, mit Natur und Fabriken, mit erfolgreichen Unternehmen und einer starken Gemeinschaft“, so Stelzer.
Künstliche Intelligenz als Schwerpunktthema
Ein zentrales Thema des Abends war Künstliche Intelligenz. Dr. Johannes Brandstetter sprach über die schnelle Entwicklung der Technologie und ihre Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. „Künstliche Intelligenz wird eines der bestimmenden Zukunftsthemen sein. Weltweit ist längst ein Rennen um die technologische Führungsrolle entstanden“, sagte der Experte.
Brandstetter warnte davor, dass Europa bei KI nicht dauerhaft von anderen Weltregionen abhängig sein dürfe. Es gehe nicht nur um Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch um geopolitischen Einfluss und technologische Unabhängigkeit. „Oberösterreich ist im Vergleich zu anderen Bundesländern bereits sehr gut aufgestellt. Entscheidend wird aber sein, diese Stärke weiter auszubauen und konsequent dranzubleiben“, betonte er.
Regionale Vorbilder im Mittelpunkt
Neben Zukunftsfragen standen auch Menschen aus der Region im Fokus, die mit ihrem Engagement die Stärken des Bundeslandes verkörpern. Lena Trausner-Steinböck, erste Ortsstellenleiterin der Bergrettung in Oberösterreich, Jennifer Burs von „How Was Your Day“ sowie Dr. Andreas Auinger von der Fachhochschule Oberösterreich berichteten über ihre Arbeit.
Die Anregungen und Ideen aus dem Traunviertel werden zusammen mit Ergebnissen weiterer Beteiligungsformate in das Zukunftsprogramm einfließen. Die Präsentation der Ergebnisse ist für Anfang Jänner 2027 geplant.
Quelle: https://www.ooevp.at/daheim/artikel/oberoesterreichs-staerken-zum-vorsprung-fuer-die-zukunft-machen
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