36 Millionen Euro für Stromnetz im Weinviertel Ost

Die Netz Niederösterreich hat in Mistelbach die Zentrale der Netzregion Weinviertel Ost eröffnet. Von dort werden künftig die Stromnetze in den Bezirken Mistelbach und Gänserndorf betreut. Im vergangenen Geschäftsjahr flossen 36 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur.
Bürgermeister Erich Stubenvoll besuchte am Mittwoch, 30. September, gemeinsam mit Ing. Ronald Brechelmacher, dem Leiter der Netzregion Weinviertel Ost, die neue Zentrale in Mistelbach. Die Regionalstruktur soll effizientere Planung, schnellere Abläufe und eine bessere Betreuung von Kunden sowie Gemeinden ermöglichen.
Das Bürogebäude auf dem ehemaligen Stadtgaswerksgelände in der Josef Dunkl-Straße wurde seit April 2026 umfassend saniert. Seit September bietet das modernisierte Gebäude aus den 1990er-Jahren rund 100 Mitarbeitern Platz. Neue Büroräume, moderne Seminarräume, erweiterte Lagerfläche und ein videoüberwachtes Freilager gehören zur Ausstattung. Von dort werden die Wartung und Projektentwicklung rund um das Strom-, Gas- und Wassernetz der beiden Bezirke koordiniert.
Investitionen in Strom- und Gasnetz
Die Anforderungen an die Stromnetze verändern sich durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen, E-Mobilität, Wärmepumpen und Speichern grundlegend. Der Standort Mistelbach spielt eine zentrale Rolle für die sichere und zukunftsfitte Energieversorgung im nordöstlichen Niederösterreich.
In den Bezirken Mistelbach und Gänserndorf investierte die Netz Niederösterreich im vergangenen Geschäftsjahr rund 36 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur. Strom- und Gasnetze wurden verstärkt oder modernisiert.
In der Netzregion Weinviertel Ost wurden zuletzt rund 90 Kilometer Stromkabel verlegt sowie 45 neue Trafostationen errichtet. Damit wird die Versorgungssicherheit erhöht und gleichzeitig die Grundlage für die weitere Elektrifizierung von Mobilität, Wärmeversorgung und dezentraler Energieerzeugung geschaffen. Beim Gasnetz wurden mehr als 10 Kilometer Gasleitungen saniert, um den sicheren und zuverlässigen Betrieb langfristig sicherzustellen.
Digitalisierung und regionale Nähe
„Mit der Netzregion Weinviertel Ost schaffen wir die Grundlage, um die steigenden Anforderungen an das Stromnetz noch effizienter zu bewältigen. Digitalisierung, moderne Arbeitsabläufe und die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen es uns, rasch auf neue Entwicklungen zu reagieren und die Versorgungssicherheit auch in Zukunft auf höchstem Niveau sicherzustellen“, erklärt Ing. Ronald Brechelmacher.
Durch digitale Einsatzplanung und moderne Netzsteuerung können die Mitarbeiter flexibel und effizient in der gesamten Region tätig werden. Investitionen werden gezielt dort umgesetzt, wo sie für die Energiezukunft den größten Nutzen bringen.
Bürgermeister Erich Stubenvoll betont: „Mistelbach ist seit jeher ein wichtiger Infrastrukturstandort im Weinviertel. Dass die Netzregion Weinviertel Ost hier ihren Sitz hat, unterstreicht die zentrale Rolle unserer Stadt für die Energieversorgung der Region. Gleichzeitig stärkt dies Mistelbach als Wirtschaftsstandort und schafft beste Voraussetzungen, die Energiezukunft gemeinsam mit den Gemeinden aktiv zu gestalten.“


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