36 Motorradtote heuer: KFV warnt vor Fahren ohne Schutz

Pia Prodinger
Motorradschutzkleidung: 36 Motorradfahrer starben, 37x höheres Verletzungsrisiko
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Verletzungsrisiko auf dem Motorrad ist 37-mal höher als im Auto. Dennoch verzichten 45 Prozent der Motorradfahrenden auf angemessene Schutzkleidung, so der ORF.

Zwischen 1. Jänner und 12. Juli 2026 kamen in Österreich bereits mindestens 36 Motorradfahrende ums Leben. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) schlägt Alarm: Unter Berücksichtigung der Fahrleistung ist das Verletzungsrisiko auf dem Motorrad rund 37-mal höher als beim Autofahren.

Besonders problematisch: Erhebungen des KFV zeigen, dass 45 Prozent der Motorradfahrenden keine angemessene Schutzkleidung tragen. Im Ortsgebiet steigt dieser Anteil sogar auf 76 Prozent.

Auch bei niedrigem Tempo wichtig

Das KFV warnt ausdrücklich davor, an heißen Sommertagen auf Schutzkleidung zu verzichten. „Es ist ein Irrglaube, dass einem bei geringem Tempo im Ortsgebiet nichts Schlimmes passieren kann“, betont Klaus Robatsch vom KFV. Auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten könne Schutzkleidung viel bewirken.

Als angemessen gilt laut KFV das Tragen von Helm, Handschuhen, Motorradstiefeln sowie Motorradbekleidung aus Textil oder Leder für Beine und Oberkörper. Besonders Airbag-Systeme in Jacken, Westen oder Hosen würden noch viel zu wenig genutzt. Diese könnten vor allem auch bei moderatem Tempo dazu beitragen, die Schwere von Verletzungen wie Abschürfungen, Prellungen oder Rippenbrüchen zu verringern.

Rechtliche Konsequenzen möglich

Wer ohne Schutzbekleidung bei einem Unfall verletzt wird, muss laut Judikatur sogar mit einer Reduktion des Schmerzensgeldes rechnen – selbst dann, wenn der Unfallgegner die volle Schuld am Unfall trägt.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3362759/

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