3.700 Krebspatienten im MedAustron behandelt

Das Ionentherapie- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt feierte sein zehnjähriges Bestehen. Seit 2016 wurden dort rund 3.700 Personen therapiert. Nun sind ein Zubau und eine zweite Beschleunigeranlage geplant.
Das MedAustron in Wiener Neustadt hat seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2016 etwa 3.700 Personen behandelt. Bei einem Festakt am Freitag wurde anlässlich des zehnjährigen Jubiläums betont, dass das Potenzial der Ionentherapie noch lange nicht ausgeschöpft sei. Die Einrichtung plant einen Zubau sowie die Entwicklung einer zweiten kompakten Beschleunigeranlage.
Ausbau in allen Bereichen geplant
Die Geschäftsführer Eugen Hug und Alfred Zens kündigten in einer Aussendung an, die Stärken des MedAustron in sämtlichen Bereichen weiter ausbauen zu wollen – in der Patientenversorgung, in der Forschung und in der technologischen Entwicklung. Durch den Zubau und die zweite Beschleunigeranlage sollen künftig noch mehr Patientinnen und Patienten versorgt, neue Therapiekonzepte erprobt und die technologische Kompetenz gestärkt werden.
Politische Prominenz beim Festakt
Beim Festakt in den Wiener Neustädter Kasematten war auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) anwesend. Er bezeichnete das MedAustron in seiner Heimatstadt laut Aussendung als österreichisches Vorzeigeprojekt, das medizinische Exzellenz, wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und Innovationskraft vereint.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hob hervor, dass in Wiener Neustadt Behandlungsmöglichkeiten geboten werden, die es weltweit nur an ganz wenigen Orten gibt. Gleichzeitig werde daran geforscht, Krebs künftig noch besser behandeln zu können. Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) erinnerte an die Zeit vor der Inbetriebnahme und sagte, man habe damals an eine Idee geglaubt, die heute – zehn Jahre später – tausenden Krebspatienten neue Hoffnung schenkt.
Quelle: APA
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