38-Jähriger nach vier Raubüberfällen festgenommen

Mathias FischerMathias Fischer
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 38-jähriger Österreicher soll zwischen Ende Juli und Anfang August 2026 vier bewaffnete Raubüberfälle in Krems an der Donau sowie in Wien-Simmering und Wien-Landstraße verübt haben. Das Landeskriminalamt Niederösterreich nahm den Mann fest.

Dem Mann wird vorgeworfen, am 28. Juli 2026 gegen 15.49 Uhr eine Trafik in Krems an der Donau überfallen zu haben. Laut Polizei soll er maskiert mit Sonnenbrille, Kappe und FFP2-Maske das Geschäft betreten und mit einem silbernen Revolver die Besitzerin bedroht haben. Diese übergab ihm Bargeld in mittlerer dreistelliger Höhe. Der Täter soll die Frau gezwungen haben, sich auf den Boden zu legen, bevor er flüchtete. Die Besitzerin erlitt keine körperlichen Verletzungen, stand jedoch unter Schock.

Am 30. Juli 2026 um 18.54 Uhr soll derselbe Mann einen Drogeriemarkt in Wien-Simmering überfallen haben. Er täuschte laut Ermittlern ein Kaufinteresse vor, zog dann einen silbernen Revolver und bedrohte eine Angestellte. Diese händigte ihm einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag aus. Der Täter flüchtete mit einem Fahrrad. Die Angestellte wurde nicht verletzt, erlitt aber einen Schock.

Am 3. August 2026 gegen 18.57 Uhr ereignete sich ein weiterer Überfall in einem Drogeriemarkt in Wien-Landstraße. Der Verdächtige soll auch hier mit vorgetäuschtem Kaufinteresse vorgegangen sein, eine Angestellte mit einem silbernen Revolver bedroht und einen mittleren dreistelligen Geldbetrag erbeutet haben. Anschließend soll er die Frau angewiesen haben, einige Minuten zu warten, bevor sie Alarm auslöst. Auch hier flüchtete er mit einem Fahrrad. Die Angestellte wurde nicht körperlich verletzt, stand aber unter Schock.

Der vierte Überfall ereignete sich am 10. August 2026 um 18.12 Uhr in einem Lebensmittelmarkt in Krems an der Donau. Der Täter soll erneut ein Kaufinteresse vorgetäuscht, dann einen Angestellten mit einem silbernen Revolver bedroht und einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag gefordert haben. Er soll den Mann aufgefordert haben, ruhig zu bleiben und nicht die Polizei zu verständigen. Die Flucht erfolgte diesmal mit einem E-Scooter. Der Angestellte erlitt einen Schock.

Festnahme nach Observationsmaßnahmen

Die Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Niederösterreich am 10. August 2026. Durch Auswertung von Videoaufnahmen und die Analyse der Vorgehensweise stellten die Ermittler eine eindeutige Verbindung zwischen den Taten fest. Der Tatverdacht richtete sich gegen einen 38-jährigen, einschlägig vorbestraften Österreicher aus Krems an der Donau.

Am 17. August 2026 wurde der Mann nach Observationsmaßnahmen im Stadtgebiet von Krems von einer Polizeistreife und Kräften des Landeskriminalamtes angehalten. Bei der Kontrolle wurden laut Polizei Hinweise gefunden, die den Tatverdacht erhärteten.

Während der Amtshandlung musste der 38-Jährige aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen mit dem Notarzt ins Krankenhaus Krems gebracht werden. Dort unternahm er einen Fluchtversuch, indem er aus einem Fenster im Erdgeschoss sprang. Er konnte von Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich angehalten werden.

Bei einer freiwilligen Nachschau in der Wohnung des Verdächtigen stellte die Polizei Teile der Tatkleidung, einen E-Scooter und mehrere Schreckschusspistolen sicher. Der Mann zeigte sich bei seiner Vernehmung nicht geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Krems wurde er festgenommen und in die Justizanstalt Krems eingeliefert.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: https://www.polizei.gv.at/noe/presse/aussendungen/presse7331.html?prid=4c7857704b51554d6e39553d&pro=0

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