40 mutmaßliche Hooligans nach Raub auf A9 ausgeforscht

Nach einem Raubüberfall auf zwei Kroaten auf der A9 im November 2025 hat das Landeskriminalamt Steiermark 40 Tatverdächtige identifiziert. 24 Personen wurden festgenommen, acht sind bereits verurteilt.
Nach dem Überfall auf zwei kroatische Staatsbürger auf der A9 im November 2025 konnte die steirische Polizei einen umfassenden Ermittlungserfolg verbuchen. Wie das Landeskriminalamt Steiermark mitteilte, wurden im Zuge monatelanger Ermittlungen insgesamt 40 Tatverdächtige identifiziert. 24 von ihnen konnten festgenommen werden.
Bereits in der Nacht auf den 7. November 2025 waren im Rahmen einer Großfahndung 20 polnische Fußballanhänger festgenommen worden. Die Opfer sollen laut Polizei von sogenannten „Hooligans“ beraubt worden sein.
Zusammenarbeit mit polnischen Behörden
In den Folgemonaten führte das Landeskriminalamt Steiermark weitere Ermittlungen durch. In Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Graz, den polnischen Polizeibehörden in Warschau und dem österreichischen Verbindungsbeamten in Polen gelang es, 20 weitere Verdächtige auszuforschen.
Für vier der Tatverdächtigen erließ die Staatsanwaltschaft Graz nationale Festnahmeanordnungen sowie Europäische Haftbefehle. Die polnischen Behörden vollzogen am 8. und 11. Juli 2026 Zugriffe in Polen. Alle vier Männer wurden nach Österreich ausgeliefert, der letzte am 3. September 2026, und den österreichischen Justizbehörden übergeben.
Erste Urteile bereits gesprochen
Das Landesgericht für Strafsachen Graz verurteilte bereits im Juni 2026 acht der Tatverdächtigen in erster Instanz zu teils mehrjährigen Haftstrafen. Die Ermittlungen dauern noch an.
Der Fall stieß auch in den polnischen Medien auf große Aufmerksamkeit und wurde entsprechend breit berichtet.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Worüber spricht Graz morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.