40 Prozent der Österreicher helfen aktiv in der Nachbarschaft

Mathias FischerMathias Fischer
Nachbarschaftshilfe: Hände pflanzen und gießen eine Pflanze auf Österreich-Karte
© Mit KI (Gemini) generiert

Eine Umfrage von ImmoScout24 zeigt: Vier von zehn Personen in Österreich engagieren sich bereits in der Nachbarschaftshilfe. Die Bereitschaft dazu ist allerdings noch deutlich größer als das tatsächliche Engagement.

Laut einer Umfrage von ImmoScout24 mit 1.000 Teilnehmenden sind 40 Prozent der Österreicher in der Nachbarschaftshilfe aktiv. Die grundsätzliche Bereitschaft liegt jedoch noch höher, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Aussendung hervorgeht.

Am häufigsten werden kleinere handwerkliche Arbeiten übernommen – das gaben 18 Prozent an. Jeweils 14 Prozent kümmern sich um ältere oder alleinlebende Menschen oder passen auf Hunde und Katzen auf. Elf Prozent pflegen Gemeinschaftsflächen wie Gärten, Innenhöfe oder Spielplätze, zehn Prozent organisieren Nachbarschaftsveranstaltungen oder helfen dabei mit.

Große Lücke zwischen Bereitschaft und Umsetzung

Das Potenzial für mehr Engagement ist beträchtlich: Sieben von zehn Befragten können sich vorstellen, ältere oder alleinlebende Personen zu unterstützen. 59 Prozent würden Neuankömmlinge in der Nachbarschaft betreuen – tatsächlich tun dies aber nur fünf Prozent.

Bei Nachbarschaftsveranstaltungen ist die Diskrepanz ähnlich groß: Während sich bereits zehn Prozent engagieren, könnten sich 56 Prozent eine Mitarbeit vorstellen. Die Betreuung von Haustieren käme für 56 Prozent infrage, handwerkliche Tätigkeiten für 55 Prozent und die Pflege von Gemeinschaftsflächen für 54 Prozent. Jeder zweite Befragte würde auch Kinder aus der Nachbarschaft betreuen.

Ältere engagieren sich mehr, Jüngere zeigen Bereitschaft

Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt: Die 50- bis 69-Jährigen helfen überdurchschnittlich oft tatsächlich. Die 18- bis 29-Jährigen geben hingegen in vielen Bereichen eine hohe Bereitschaft an, setzen diese aber seltener um.

Regional betrachtet ist das Engagement in Niederösterreich und dem Burgenland am höchsten: Dort sind 48 Prozent in mindestens einem Bereich der Nachbarschaftshilfe aktiv. In Wien liegt der Wert mit 29 Prozent deutlich darunter. Generell gilt: In Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern engagieren sich 45 Prozent, in städtischen Gebieten sind es 38 Prozent.

Quelle: APA

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