410 Wildtiere in Kärnten gerettet – Appell zum Schutz

Mona HopfingerMona Hopfinger
Feuerwehrleute retten ein Rehkalb in einem Grasfeld.
© Berufsfeuerwehr Klagenfurt

Im vergangenen Jahr wurden 410 Wildtiere ins TierschutzKompetenzzentrum Kärnten gebracht. Tierschutzreferent Bürgermeister Christian Scheider ruft die Bevölkerung dazu auf, den Lebensraum der Tiere zu respektieren.

Im Jahr 2025 sind 410 Wildtiere ins TierschutzKompetenzzentrum Kärnten (TiKo) eingeliefert worden. 99 davon wurden mit der Tierrettung gebracht. Bürgermeister Christian Scheider, Tierschutzreferent der Stadt, fordert verstärkten Schutz für Wildtiere.

Unter den verletzten Tieren befanden sich rund 300 verschiedene Vogelarten, 30 Enten und Schwäne, 30 Igel, 30 Eichhörnchen sowie Marder, Siebenschläfer, Fledermäuse, Feldmäuse, Feldhasen, Rehe und weitere Arten. 267 Tiere konnten nach der Versorgung wieder in die Freiheit entlassen oder an eine Pflegestelle übergeben werden.

Berufsfeuerwehr Klagenfurt im Einsatz

Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt ist regelmäßig bei Wildtierrettungen im Einsatz und gilt als effizienteste Tierrettung in Kärnten. Scheider betont die gute Zusammenarbeit: „Das TiKo arbeitet in Zusammenarbeit mit Tierärztinnen und Tierärzten hervorragend für das Wohl der Tiere! Auch die Berufsfeuerwehr Klagenfurt steht in regelmäßigen Abständen bei Wildtierrettungen im Einsatz.“

Der Bürgermeister appelliert an die Bevölkerung: „Lasst uns gemeinsam Wildtiere schützen, indem wir ihren Lebensraum respektieren und uns an gewisse Regeln halten, damit sie ungestört leben können.“

Zunahme stellt TiKo vor Herausforderungen

Dr. Anna Ofner, Präsidentin des Landestierschutzvereins Kärnten, weist auf die wachsende Belastung hin: „Die Abgabe von Wildtieren im TiKo hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen und stellt unser Haus vor große personelle und finanzielle Herausforderungen.“

Oberstes Ziel müsse die Aufklärung sein, wann ein Wildtier tatsächlich Hilfe brauche und wann nicht. Ofner appelliert: „Ich kann nur an alle Naturfreunde appellieren, sich über das normale Verhalten von Wildtieren zu informieren. Ein Tier das sich selbst versorgt, ist nicht alleine gelassen, sondern frei.“

Verhaltensregeln für Waldbesucher

Zum Schutz von Wildtieren sollten Waldbesucher und Tierliebhaber folgende Regeln beachten:

  • Wildtiere nicht berühren und unbedingt Abstand halten
  • Keinesfalls füttern
  • Nicht stören – kein Leuchten mit Taschenlampen in Höhlen oder Nester, keine lauten Geräusche
  • Auf Feuerwerke und Böller verzichten

Wer ein Wildtier findet, sollte es unberührt liegen lassen und die Situation für mindestens 15 Minuten aus größerer Entfernung beobachten. Wird keine Hilfe benötigt, sollte man sich rasch entfernen, um Elterntiere nicht von der Versorgung abzuhalten.

Bei Unsicherheiten steht die Kärntner Jägerschaft unter der Telefonnummer 0463 511469 für Auskünfte zur Verfügung.

Quelle: https://www.klagenfurt.at/newsroom/pressemitteilungen/news-detailseite/wildtiere-brauchen-schutz

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