42-Jähriger nach Messerangriff auf Polizist ausgeliefert

Mona HopfingerMona Hopfinger
Belohnung 10.000 Euro: Karte von Europa mit Österreich und Albanien, Zeit und Gerichtsgebäude
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein 42-Jähriger wurde nach Österreich überstellt. Ihm wird vorgeworfen, vor rund 17 Jahren in Wien einen Beamten bei einer Kontrolle mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt wegen Mordversuchs.

Nach rund 17 Jahren ist ein Mann wegen einer Messerattacke auf einen Wiener Polizisten nach Österreich ausgeliefert worden. Der 42-Jährige wurde von Albanien überstellt, nachdem er sich zuvor mehrere Jahre im Kosovo aufgehalten hatte. Das bestätigte Thomas Korntheuer, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, am Donnerstag gegenüber der Zeitung „Heute“. Gegen den Beschuldigten läuft ein Verfahren wegen Verdachts des versuchten Mordes.

Beamter bei Kontrolle niedergestochen

Die Tat ereignete sich am 8. April 2009 gegen 20.30 Uhr beim Anton-Baumann-Park in Wien. Ein Polizist wollte den Mann nach seinem Ausweis fragen. Dieser flüchtete daraufhin zu Fuß. Wenige hundert Meter entfernt in der Schulgasse fand ein Kollege den Beamten am Boden liegend vor.

Der Polizist hatte durch Messerstiche lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Laut früheren Angaben der Exekutive überlebte er „nur durch mehrere glückliche Umstände“.

Fahndung mit Belohnung

Der Verdächtige setzte sich in den Kosovo ab, wo ihn Ermittler auch ausfindig machen konnten. Weil es mit dem Land kein Auslieferungsabkommen gibt, lobten österreichische Kriminalisten im Jänner 2010 eine Belohnung von 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

Laut Informationen der Zeitung „Heute“ wurde der Mann 2016 festgenommen und anschließend im Kosovo verurteilt. Diese Entscheidung wird in Österreich jedoch nicht anerkannt, wie Staatsanwaltschafts-Sprecher Korntheuer bestätigte.

Im Mai 2025 soll der 42-Jährige an der albanischen Grenze festgenommen worden sein, berichtete „Heute“. Die Auslieferung nach Österreich erfolgte nun in der Folge.

Quelle: APA

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