WALDTAGE am Leithaberg

Mona HopfingerMona Hopfinger
Jugendliche mit Helmen und Sonnenbrillen halten kleine Bäume in den Händen, bereit zur Pflanzung in einem Wald.
© Andreas Hafenscher

Von 25. bis 27. September fanden die dritten WALDTAGE am Leithaberg bei Eisenstadt statt. Mehr als 4.500 Fachbesucher und Freizeitnutzer informierten sich entlang eines vier Kilometer langen Erlebnisparcours über moderne Waldbewirtschaftung und Forstwirtschaft.

Die dritte Ausgabe der WALDTAGE am Leithaberg bei Eisenstadt widmete sich Ende September den vielfältigen Leistungen des Waldes als Lebensraum, Arbeitsplatz und Zukunftsressource. Entlang des Rundwegs erhielten die Besucher Einblicke in die praktische Forstarbeit sowie in Forschung, Bildung und Naturschutzanliegen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von PANNATURA gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Österreich, dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), dem Waldverband Österreich und PEFC Austria. Die Partner schufen mit den WALDTAGEN eine Plattform, die den Austausch zwischen verschiedenen Zielgruppen fördert und den Zusammenhang zwischen aktiver Bewirtschaftung und Naturschutz verdeutlicht.

Wertschöpfungskette Holz im Fokus

Rund 30 Aussteller präsentierten aktuelle Entwicklungen aus Forstwirtschaft und Naturschutz. Besucher konnten die gesamte Wertschöpfungskette Holz kennenlernen und verschiedene Formen der Waldbewirtschaftung im praktischen Einsatz erleben.

Elf Bewegtstationen zeigten, wie Holz geerntet und aus dem Wald gebracht wird – mit Motorsäge, Pferd, Traktor, Harvester und Seilkran. Das Programm rundeten Fachinformationen zu Baumartenvielfalt und Biodiversität ab, ebenso zu den Folgen des Klimawandels für heimische Waldökosysteme.

Wald klimafit für kommende Generationen machen

Matthias Grün, Vorsitzender des Vorstandes der Esterhazy Betriebe AG, betonte: „Die WALDTAGE waren auch heuer wieder Plattform für Verständnis und Austausch aller Interessensgruppen rund um den Wald. Live-Demonstrationen machten dabei deutlich: Die österreichische Forstwirtschaft arbeitet umsichtig und geht mit Naturschutzanliegen bewusst Hand in Hand. Unser Ziel ist es, den Wald gerade in diesen herausfordernden Zeiten für die kommenden Generationen durch aktive Bewirtschaftung klimafit zu halten.“

Landesrat Heinrich Dorner unterstrich die Bedeutung des Waldes für das Burgenland: „Das Burgenland ist bekannt für seinen Steppensee, die sanften Hügel, und ausgedehnte Weingärten. Doch auch der Wald spielt eine wesentliche Rolle in der Landschaft und für die Menschen, die hier leben. Die Wälder, die ein Drittel der Landesfläche bedecken, sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Erholungsraum.“

Elfriede Moser, Sektionsleiterin Forstwirtschaft und Regionen im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, hob die Rolle des direkten Austauschs hervor: „Die Herausforderungen für den Wald werden zunehmend komplexer. Umso wichtiger ist es, aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen vor Ort erlebbar zu machen. Die WALDTAGE bieten dafür einen geeigneten Rahmen und leisten einen Beitrag zur forstlichen Öffentlichkeitsarbeit.“

Forschung und Praxis im Dialog

Die Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf den Wald und die Anpassung heimischer Wälder an neue Bedingungen standen auch aus Sicht der Forschung im Fokus der Veranstaltung.

Peter Mayer, Leiter des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), erklärte: „Der Wald spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung zentraler Zukunftsfragen. Wissenschaftliche Erkenntnisse bilden eine wesentliche Grundlage für Entscheidungen in der Waldbewirtschaftung. Veranstaltungen wie die WALDTAGE ermöglichen es, Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen und den Austausch mit der Praxis zu fördern.“

Matthias Granitzer, Obmann des Waldverbandes Österreich, betonte die Bedeutung einer aktiven Waldbewirtschaftung: „Die Wirkung des Waldes wird von unserer Gesellschaft als selbstverständlich wahrgenommen. Eine wesentliche Grundlage dafür ist aber die aktive Waldbewirtschaftung. Die WALDTAGE ermöglichen einen Blick in die forstliche Praxis und zeigen die verantwortungsvollen und vielseitigen Berufsbilder in der Forstwirtschaft.“

500 Schüler lernten Lebensraum Wald kennen

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Vermittlung von Wissen über Wald und Forstwirtschaft an junge Menschen. Rund 500 Schülerinnen und Schüler aus zahlreichen Schulklassen nutzten die Veranstaltung, um Lebensraum Wald und Waldökologie zu erkunden und sich über Berufs- und Ausbildungswege in der Forstwirtschaft zu informieren.
Entlang des Rundwegs vermittelten interaktive Stationen praxisnahes Wissen über Biodiversität, nachhaltige Ressourcennutzung und moderne Waldbewirtschaftung. Unter anderem lernten die Jugendlichen: Pro Jahr wird nur jene Holzmenge entnommen, die im selben Zeitraum nachwächst.
Die Veranstalter blicken zufrieden zurück und betrachten die WALDTAGE weiterhin als bedeutende Plattform für Information, Dialog und Wissenstransfer. Bilder, Videos und weitere Eindrücke der WALDTAGE 2026 finden sich auf waldtage.at.

Quelle: https://esterhazy.at/presse/waldtage-2026-klimafitte-waldbewirtschaftung-hautnah-erleben-2

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