48-Jähriger wegen Mordes an Lebensgefährtin vor Gericht

Mathias FischerMathias Fischer
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 48-Jähriger steht am Dienstag in Korneuburg wegen Mordes vor Gericht. Er soll im Jänner seine 36-jährige Lebensgefährtin im Bezirk Mistelbach erdrosselt haben. Der Mann ist umfassend geständig.

Am Dienstag beginnt in Korneuburg ein Mordprozess gegen einen 48-Jährigen. Ihm wird vorgeworfen, im Jänner seine 36-jährige Lebensgefährtin im Bezirk Mistelbach erdrosselt zu haben. Laut Gericht hat der Beschuldigte die Tat umfassend gestanden. Als Hintergrund wird eine „nachhaltig toxische Beziehung“ genannt. Die Geschworenenverhandlung ist für einen Tag angesetzt, dem Angeklagten droht lebenslange Haft.

Leiche im Erdkeller versteckt

Der Beschuldigte soll einige Tage nach der Tat am 5. Jänner einen Bekannten über die Tötung informiert haben. Dieser erstattete am 13. Jänner Anzeige. Der Mann führte die Polizisten anschließend zu der Leiche, die er in einen Erdkeller auf seinem Grundstück gebracht hatte.

Beziehung von Gewalt und Sucht geprägt

Die Beziehung des Paares war laut Gericht von Gewalt und Streitigkeiten gekennzeichnet. Beide hätten regelmäßig Alkohol und Drogen konsumiert, „um ihrem Alltag zu entfliehen“. Über mehrere Jahre hinweg kam es zu wechselseitigen Gewaltvorfällen. Zahlreiche polizeiliche Annäherungs- und Betretungsverbote wurden ausgesprochen.

Auch vor der Tötung dürfte der 48-Jährige eine Flasche Wodka und Fentanyl konsumiert haben. Die 36-jährige deutsche Staatsbürgerin soll den Mann zuvor mit einem Messer attackiert haben. Der Angeklagte blieb dabei jedoch unverletzt.

Hilfe und Informationen für Frauen, die Gewalt erleben, gibt es in Österreich bei der Frauen-Helpline unter 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.gewaltschutzzentrum.at/, beim Polizei-Notruf: 133, sowie in Niederösterreich beim NÖ Frauentelefon unter 0800-800 810.

Quelle: APA

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