50.000 Menschen protestieren gegen Uni-Kürzungen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Regierung-Plakat mit Zeichentrickfigur auf Demonstration in Wien
© TU Wien

Rund 50.000 Menschen sind am 22. Oktober in Wien auf die Straße gegangen, um gegen geplante Einsparungen im Universitätsbereich zu demonstrieren. Die Kürzungen von mehr als zehn Prozent bedrohen Lehre, Forschung und den Innovationsstandort.

Unter dem Motto „Alarmstufe Rot“ haben am 22. Oktober laut Veranstalterangaben etwa 50.000 Personen in Wien gegen drohende Budgetkürzungen im Hochschulbereich protestiert. Die Einsparungen von über zehn Prozent würden Studierende, Beschäftigte und die Forschung massiv treffen, warnten die Demonstrierenden.

Der Protestzug begann beim Hauptgebäude der TU Wien. Nach Kundgebungen der Hochschülerinnenschaften und Rektorate zog die Demonstration über die Ringstraße zum Hauptgebäude der Universität Wien, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Mit Rufen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ machten die Teilnehmenden ihren Unmut deutlich.

Qualität von Lehre und Betreuung in Gefahr

Bezahlbares Studieren und zumutbare Bedingungen für Studierende wie Lehrende stehen auf dem Spiel. Fehlen den Hochschulen mehr als zehn Prozent ihrer Mittel, hat das direkte Auswirkungen auf die Qualität der Lehre, die Betreuung und die wissenschaftliche Arbeit.

„Wer heute bei den Universitäten spart, nimmt der nächsten Generation ihre Zukunft“, erklärte Jens Schneider, Rektor der TU Wien. Über 500 Millionen Euro für sachfremde Leistungen plus Inflation bedeuteten eine Kürzung um mehr als zehn Prozent. Schneider forderte eine verbindliche Gesamtstrategie, die Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten, außeruniversitäre Forschung und Wirtschaftsförderung als System steuert und finanziert.

Hochschulen als Motor für Innovation

Die Folgen von Budgetkürzungen gehen über den Campus hinaus. Universitäten sind zentrale Partner der österreichischen Industrie und treiben Innovation voran. Neue Technologien, Patente und Prototypen entstehen hier, Unternehmen profitieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen und qualifizierten Absolventinnen und Absolventen.

Eine aktuelle Economica-Analyse zeigt: Die TU Austria löst 2 Milliarden Euro Wertschöpfung aus und sichert 26.000 Arbeitsplätze. Eine Schwächung der Universitäten gefährdet nicht nur Studierende und Beschäftigte, sondern auch die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Österreichs und künftige Innovationen.

Die Botschaft der Demonstration war eindeutig: #UnisRetten bedeutet, in Bildung, Wissenschaft und die Zukunft Österreichs zu investieren.

Quelle: https://www.tuwien.at/tu-wien/aktuelles/news/news/alarmstufe-rot-tausende-demonstrieren-fuer-die-zukunft-der-universitaeten

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