60 Feuerwehrleute übten Kellerrettung bei Sommerhitze

Knapp 60 Einsatzkräfte aus vier Feuerwehren des Unterabschnittes 1 St. Pölten-Stadt haben am 24. Juni 2026 eine anspruchsvolle Übung im ehemaligen Pressehaus absolviert. Trotz hochsommerlicher Temperaturen trainierten sie die Rettung vermisster Personen aus verrauchten Kellerräumen.
Die Unterabschnittsübung stellte die Feuerwehrmitglieder vor eine komplexe Aufgabe: In den weitläufigen Kellerräumen des leerstehenden Pressehauses in St. Pölten simulierte eine Nebelmaschine einen Brand. Fünf Personen galten als vermisst, eine weitere Person hatte sich auf das Dach geflüchtet und musste über die Drehleiter gerettet werden.
Während die Drehleitermannschaft der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt die Höhenrettung durchführte, drangen mehrere Atemschutztrupps in den künstlich verrauchten Keller vor. Ihre Aufgabe bestand darin, die vermissten Personen aufzufinden, zu retten und gleichzeitig den simulierten Brand zu bekämpfen.
Verwinkelte Gänge erschwerten die Suche
Besonders herausfordernd gestaltete sich die Personensuche im verwinkelten Kellergeschoss mit zahlreichen Gängen, Pfeilern und Rampen. In solchen Objekten zeige sich die Bedeutung strukturierter Menschenrettung, klarer Kommunikation und koordinierten Vorgehens, heißt es in der Übungsnachbesprechung.
Den Überblick über die gesamte Übung behielt Einsatzleiter Stefan Peranek, Zugtruppkommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt. Er koordinierte die einzelnen Einsatzabschnitte und sorgte dafür, dass alle Maßnahmen ineinandergriffen.
Vier Feuerwehren trainierten Zusammenarbeit
An der Übung beteiligten sich die Feuerwehren St. Pölten-Stadt, Waitzendorf, Pummersdorf und Viehofen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Wehren stand im Mittelpunkt, um Abläufe und Kommunikation unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Die Übungsbeobachter Florian Ziegelwagner, Ausbilder der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt, Unterabschnittskommandant Dietmar Peham sowie der ehemalige Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Max Ovecka analysierten den Einsatzverlauf. Bei der Nachbesprechung lobten sie das planvolle Vorgehen der Einsatzkräfte und zeigten einzelne Verbesserungspotenziale auf. Auch Abschnittsfeuerwehrkommandant Stefan Leitner, der mit seiner FF Viehofen selbst teilnahm, stimmte zu.
Nach der schweißtreibenden Übung sorgte die Freiwillige Feuerwehr St. Pölten-Stadt im Freizeitgelände der Feuerwehrzentrale für Speisen und kühle Erfrischungen.
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