60 Prozent renovierten in den letzten fünf Jahren

Mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher hat in den vergangenen fünf Jahren das eigene Zuhause renoviert oder modernisiert. Bei Eigentümern liegt die Quote sogar bei drei Viertel. Die größten Schwierigkeiten bereiten die Handwerkersuche und ungeplante Mehrkosten.
Eine aktuelle Umfrage von ImmoScout24 zeigt, dass sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern in den vergangenen fünf Jahren ihre Wohnung oder ihr Haus renoviert beziehungsweise modernisiert haben. Unter den Eigentümerinnen und Eigentümern liegt dieser Anteil sogar bei 75 Prozent. Grundlage der Ergebnisse ist eine repräsentative Befragung von 1.000 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren, die im Jänner 2026 durchgeführt wurde.
Professionelle Hilfe und Eigenleistung gefragt
Bei Renovierungsprojekten setzen viele auf eine Kombination aus Fachbetrieben und Eigeninitiative. So beauftragten 59 Prozent der Befragten Handwerksunternehmen mit den Arbeiten, während 49 Prozent zumindest einen Teil der Renovierung selbst übernahmen.
Unterstützung aus dem privaten Umfeld spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Insgesamt 46 Prozent erhielten Hilfe von Familie, Freunden oder anderen Haushaltsmitgliedern. Dabei wurden 26 Prozent von Personen aus dem eigenen Haushalt unterstützt, 21 Prozent von Angehörigen und 18 Prozent von Freunden oder Bekannten.
Salzburg bei Sanierungen an der Spitze
Im Bundesländervergleich weist Salzburg mit 73 Prozent die höchste Sanierungsaktivität auf. Dahinter folgen Niederösterreich mit 71 Prozent und Kärnten mit 68 Prozent. Die niedrigste Quote verzeichnet das Burgenland, wo lediglich 40 Prozent der Befragten in den vergangenen fünf Jahren Renovierungsarbeiten durchgeführt haben.
Vor allem in ländlichen Regionen wird häufig saniert. Dort liegt der Anteil bei 67 Prozent. Zudem steigt die Renovierungsbereitschaft mit zunehmendem Alter. In der Gruppe der 50- bis 69-Jährigen haben 70 Prozent entsprechende Arbeiten vorgenommen.
Handwerkersuche und Mehrkosten als größte Herausforderungen
Als größte Hürden nennen die Befragten die Suche nach geeigneten Handwerksbetrieben sowie unerwartete Zusatzkosten. Beide Punkte wurden von jeweils 29 Prozent angeführt.
Jeder fünfte Befragte zeigte sich zudem mit der Qualität der ausgeführten Arbeiten unzufrieden. Weitere 17 Prozent kritisierten die mangelnde Einhaltung von Terminen. Schwierigkeiten durch schlechte Erreichbarkeit der Betriebe oder Schäden an bestehenden Einrichtungen beziehungsweise Möbeln nannten jeweils 9 Prozent. Rund 35 Prozent gaben hingegen an, bei ihren Renovierungsarbeiten überhaupt keine Probleme erlebt zu haben.
Positive Erfahrungen mit privater Unterstützung
Private Hilfe wird überwiegend positiv bewertet. Von den 28 Prozent der Befragten, die auf Unterstützung von Familie, Freunden oder Bekannten zurückgriffen, würden drei Viertel diese Form der Hilfe jederzeit wieder in Anspruch nehmen.
Weitere 17 Prozent würden zwar erneut auf private Unterstützung setzen, künftig jedoch genauer überlegen, wen sie um Hilfe bitten. Lediglich 8 Prozent schließen die Hilfe aus dem persönlichen Umfeld bei zukünftigen Renovierungsprojekten eher oder vollständig aus.
Konflikte betreffen vor allem Jüngere
Spannungen mit privaten Helfern treten insbesondere bei jüngeren Menschen auf. In der Altersgruppe der 18- bis 19-Jährigen berichten 30 Prozent von Streitigkeiten oder Konflikten. Bei den 20- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil bei 14 Prozent. Unter den 50- bis 69-Jährigen nennen hingegen nur 1 Prozent der Befragten entsprechende Probleme.
Ältere Menschen sehen sich dafür häufiger mit organisatorischen Herausforderungen konfrontiert. Für 35 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und 33 Prozent der 60- bis 69-Jährigen stellt die Suche nach passenden Handwerksbetrieben die größte Schwierigkeit dar.
Regionale Unterschiede bei den Problemen
Besonders häufig sorgen unerwartete Zusatzkosten in Salzburg für Unzufriedenheit. Dort berichten 41 Prozent der Befragten von höheren Ausgaben als ursprünglich geplant. In Oberösterreich liegt dieser Wert bei 35 Prozent. In der Steiermark, Kärnten und Vorarlberg nennen jeweils 31 Prozent ungeplante Mehrkosten als Problem, in Wien sind es 30 Prozent.
Deutlich seltener werden zusätzliche Ausgaben in Niederösterreich mit 20 Prozent und in Tirol mit 21 Prozent genannt.
Bei der Einhaltung von Terminen zeigen sich die größten Schwierigkeiten in Vorarlberg und Kärnten. Dort berichten 34 beziehungsweise 31 Prozent der Befragten von Verzögerungen oder nicht eingehaltenen Zeitplänen. In Oberösterreich betrifft dies 21 Prozent, in Tirol 19 Prozent.
Vergleichsweise zuverlässig verliefen Renovierungsarbeiten in Niederösterreich. Dort nannten lediglich 9 Prozent mangelnde Termintreue als Problem.
Quelle: OTS
Worüber spricht Salzburg morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.