600 Jahre alte Mühle wird zum Kunstort in St. Johann

Pia ProdingerPia Prodinger
Drei Personen stehen vor roten Wänden mit Kunstwerken und Blumen.
© Feistritzwerke-STEWEAG GmbH, Roman Koenigshofer, Mag.art. Teresa Katharina Binder

Eine historische Mühle an der Feistritz wurde von der Künstlerin Teresa Katharina Binder in einen Ausstellungsraum verwandelt. Anlässlich des 600-jährigen Bestehens zeigt sie dort bis November ihre Werke.

In St. Johann bei Herberstein hat die Künstlerin Teresa Katharina Binder einer rund 600 Jahre alten Mühle neues Leben eingehaucht. Das historische Gebäude an der Feistritz wird heute nicht mehr zum Mahlen von Getreide genutzt, sondern dient als außergewöhnlicher Ort für Kunst, Gestaltung und Ausstellungen. Anlässlich des Jubiläums ist die Mühle erneut für Besucher geöffnet. Unterstützt wird das Projekt von der Eigentümerin des Gebäudes, der Feistritzwerke-STEWEAG GmbH.

Neue Ausstellung und bestehende Kunstsammlung

Mit ihrer aktuellen Ausstellung „Blick ins Freie“ präsentiert Binder neue Arbeiten aus ihrem Schaffen. Ergänzt wird das Angebot durch Werke der Dauerausstellung „Die Mühle ma(h)lt wieda“, die seit 2021 besteht. Zu sehen sind Gemälde, Illustrationen sowie verschiedene Kunstobjekte. Im Dachgeschoss befindet sich außerdem ein Bühnenbild aus der Produktion „Leonce & Lena“ des Schauspielhauses Graz.

Die Künstlerin absolvierte ihre Ausbildung an der Kunstuniversität Graz sowie an der Zürcher Hochschule der Künste. Mit ihrem Projekt verbindet sie künstlerisches Schaffen mit der bewegten Geschichte des Gebäudes. Gemeinsam mit Familie und Freunden wurde die alte Mühle renoviert und Schritt für Schritt zu einem kreativen Begegnungs- und Ausstellungsraum umgestaltet.

Verbindung von Wasserkraft und Kultur

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Entwicklung der Wasserkraft in der Region. Direkt neben der Mühle befindet sich das Kraftwerk St. Johann, das die Energie der Feistritz zur Stromerzeugung nutzt. Die Feistritzwerke-STEWEAG betreiben das Kraftwerk und besitzen zugleich die Mühle. Der Standort verdeutlicht den Wandel der Wasserkraft: Während sie einst das Mahlen von Getreide ermöglichte, trägt sie heute zur regionalen Energieversorgung bei.

Als regionaler Netzbetreiber engagieren sich die Feistritzwerke gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen G31 zudem beim Ausbau der Energie- und Glasfaserinfrastruktur. Dabei werden Bauarbeiten nach Möglichkeit gebündelt, sodass bei der Erweiterung des Stromnetzes gleichzeitig Glasfaserkabel verlegt werden können. In der Gemeinde Feistritztal entstanden auf diese Weise bereits rund 40 Kilometer Glasfasertrassen. Weitere Ausbauprojekte sind unter anderem in Weinberg, Oberklausen und Siegersdorf vorgesehen.

Kreativprogramm für Kinder

Auch für Kinder wurde die Mühle in den Sommermonaten zum kreativen Treffpunkt. Während dreier Kreativwochen standen Malen, Zeichnen und Basteln auf dem Programm. Darüber hinaus sorgten Lagerfeuer, Badeausflüge an die Feistritz und ein gemeinsames Schlafcamp für abwechslungsreiche Erlebnisse.

Besuchsinfo

Die Ausstellung ist noch bis 15. November 2026 jeweils sonntags ab 10 Uhr geöffnet. Veranstaltungsort ist die Mühle in St. Johann bei Herberstein 56 in der Gemeinde Feistritztal. Nähere Informationen gibt es unter www.teresa-katharina.com oder telefonisch unter +43 664 1793037.

Quelle: https://www.gleisdorf.at/feistritzkunstwerke-die-muehle-mahlt-wieder_9009_188.htm

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