64 Firmenpleiten im Burgenland – Zahl stagniert

Mathias FischerMathias Fischer
Insolvenzen Burgenland: 69,2 Mio. Euro, kaputtes Sparschwein und geschlossenes Geschäft
© Mit KI (Gemini) generiert

Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Burgenland 64 Unternehmensinsolvenzen eröffnet. Die Zahl entspricht exakt jener des Vergleichszeitraums 2025, so der ORF.

Zwischen Jänner und Juni dieses Jahres sind im Burgenland 64 Firmeninsolvenzen registriert worden. Damit bleibt die Anzahl gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres unverändert.

Fashion Outlet Parndorf mit höchster Pleite

Den größten Insolvenzfall verzeichnet laut AKV-Statistik die FOP/Fashion Outlet Parndorf Immobilienbesitz beta GmbH mit Sitz in Parndorf. Die Passiva belaufen sich auf mehr als 69,2 Millionen Euro – ein für das Burgenland außergewöhnlich hoher Fall.

Die Gesellschaft ist ausschließlich für die Vermietung des Bauteils Beta im Fashion Outlet Parndorf zuständig. Als Ursache für die Insolvenz nannte das Unternehmen die derzeit schwierige Projektsituation. Leerstände infolge von Insolvenzen und ein schleppend verlaufender Vermietungsprozess hätten zu einem Liquiditätsengpass geführt.

Handel führt Insolvenzstatistik an

Die meisten Firmenpleiten entfielen im Burgenland auf den Handel mit landesweit 20 Fällen. Dahinter folgen der Bau-Sektor mit 13 Insolvenzen sowie das Gesundheits- und Sozialwesen mit elf Fällen.

Privatinsolvenzen: Durchschnittsverschuldung sinkt deutlich

Bei den Privatinsolvenzen ist die durchschnittliche Verschuldung im Burgenland merklich zurückgegangen – von 270.600 Euro auf 177.600 Euro.

Von den 68 eröffneten Privatinsolvenzen betreffen zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. Am häufigsten geraten Menschen im Alter zwischen 40 und 59 Jahren in die Schuldenfalle.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3361748/

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