66,7 Millionen Euro für Lebensmittelwirtschaft in NÖ

Mathias FischerMathias Fischer
Gemüseauslage mit Kopfsalat, Tomaten und Paprika im Supermarkt
© Matthias Rauch

Die niederösterreichische Landesregierung unterstützt 15 Investitionsprojekte in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung mit insgesamt 66,7 Millionen Euro. Die Förderung durch EU, Bund und Land beträgt rund 8,2 Millionen Euro.

Landesvize Stephan Pernkopf hat auf seinen Antrag hin ein umfangreiches Investitionspaket für die Lebensmittelwirtschaft und Landwirtschaft durchgesetzt. Die 15 Projekte verteilen sich auf alle vier Landesviertel und sollen regionale Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze sichern.

Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, hebt die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort hervor. Bei einem Betriebsbesuch bei der Berglandmilch in Aschbach-Markt betonte er, dass solche Investitionen weit über die einzelnen Unternehmen hinaus wirken. Sie brächten auch Betrieben unterschiedlicher Branchen und Größen Aufträge und stärkten damit die regionalen Wirtschaftskreisläufe.

Ausbau bei Berglandmilch und NÖM

Die Berglandmilch erweitert ihre Topfen- und Frischkäseproduktion am Standort Aschbach. Mit neuen Produktionslinien sollen künftig 15.000 Tonnen Topfen und 7.000 Tonnen Frischkäse jährlich hergestellt werden. Neue Abfülltechnologien ermöglichen zusätzliche Verpackungsgrößen, zudem werden Qualitäts- und Hygienestandards erhöht. Geschäftsführer Josef Braunshofer verwies auf die wachsende Nachfrage bei jungen Konsumenten.

Auch die NÖM AG in Baden erhält Unterstützung für den Standortausbau. Geplant sind ein neues Hochregallager, ein Versandgebäude und moderne Kühltechnik. Dadurch sollen Lagerkapazitäten erweitert und tausende LKW-Fahrten eingespart werden.

Weitere Projekte in allen Landesvierteln

Zu den weiteren geförderten Vorhaben zählen die Herstellung von Traubenkernölen und Tofuprodukten sowie die Errichtung und Erweiterung von Getreideübernahmen inklusive Biozertifizierung. Auch Qualitätssicherung, Reinigung und Gesunderhaltung von Getreide und Ölsaaten werden unterstützt.

Im Fokus stehen zudem die Modernisierung von Betriebsgebäuden, verbesserte Kühlung und Trocknung von Gemüse und Ackerfrüchten sowie der Ausbau von Verpackungslinien. Weitere Ziele sind eine bessere Fleisch-Tiefkühlung mit CO2-Einsparung und verbesserte Tierwohlbedingungen.

Pernkopf unterstrich, dass Wirtschaft und Landwirtschaft zusammengehören. Wenn lebensmittelverarbeitende Unternehmen ausbauen, bauten sie auf die Qualität der heimischen Bäuerinnen und Bauern.

Quelle: OTS

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