69 Feuerwehrkräfte übten Ernstfall in Pflegewohnhaus

Im Caritas-Pflegewohnhaus „Haus Elisabeth“ in St. Andrä fand eine groß angelegte Feuerwehrübung statt. Sieben Feuerwehren mit 69 Einsatzkräften probten die Evakuierung von zehn Personen aus dem Gebäude.
Um 19.30 Uhr wurde der Übungsalarm ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt befand sich bereits der Nachtdienst im Einsatz. Zehn Statisten stellten immobile oder schwer gehfähige Bewohner dar, die von den Einsatzkräften aus dem ersten und dritten Stockwerk gerettet werden mussten. Dabei kamen eine Drehleiter und Evakuierungstücher zum Einsatz.
Die Größe des Caritas-Hauses mitten in der Stadt und die vielen Räume stellten eine besondere Herausforderung für die Orientierung und Evakuierung dar. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten mit schwerem Atemschutz.
Interne Alarmkette im Praxistest
Die Übung prüfte auch die internen Abläufe des Pflegewohnhauses. Der Nachtdienst informierte die Kollegen über eine eigens eingerichtete WhatsApp-Notfallgruppe. Innerhalb kurzer Zeit trafen 15 zusätzliche Mitarbeiter ein und unterstützten die Maßnahmen.
„Im Ernstfall zählt jede Minute. Deshalb prüfte die Übung nicht nur die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Rettungsdienst, sondern auch unsere internen Abläufe“, erklärt Marie-Louise Ramaj, Haus- und Pflegedienstleitung. Der Fokus lag auf der internen Informationskette und der Frage, ob wichtige Informationen rasch bei den Einsatzkräften ankommen.
Aktuelle Belegungslisten entscheidend
Ein wichtiges Ergebnis der Übung: Aktuelle Belegungslisten sind im Ernstfall besonders wichtig. Sie helfen den Einsatzkräften, sich rasch einen Überblick zu verschaffen und festzustellen, in welchen Bereichen sich Bewohner befinden.
Die Übung war insgesamt erfolgreich. Sie brachte wichtige Erkenntnisse für die weitere Notfallplanung. Ramaj sagt: „Im Ernstfall müssen unsere Mitarbeiter*innen genau wissen, was zu tun ist. Das Wohl und die Sicherheit unserer Bewohner*innen sind uns am wichtigsten.“ Damit zeige sich, wie wichtig solche Übungen sind. Man sei nun gut vorbereitet, und dank aller Einsatzkräfte wisse man, was in der jeweiligen Lage zu tun sei.
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