70-Jährige um 50.000 Euro durch Love-Scam betrogen

Eine 70-jährige Frau aus dem Bezirk Mattersburg (Burgenland) soll Opfer eines Love-Scam-Betrugs geworden sein. Laut Polizei überwies sie einen Betrag im höheren fünfstelligen Bereich an einen unbekannten Mann, der ihr über ein soziales Netzwerk finanzielle Notlagen vorgegaukelt haben soll.
Die Österreicherin erstattete Anzeige wegen schweren Betrugs, wie die Landespolizeidirektion Burgenland mitteilte. Die Frau habe Mitte Dezember 2025 über ein soziales Netzwerk eine Freundschaftsanfrage erhalten und diese angenommen. Zunächst sei die Kommunikation über einen Messengerdienst gelaufen, später hätten die beiden ihre Handynummern ausgetauscht.
Der unbekannte Mann soll der 70-Jährigen wiederholt von finanziellen Notlagen berichtet haben. Daraufhin habe die Frau mehrere Überweisungen via PayPal auf ein Konto getätigt. Zusätzlich nahm sie laut Polizei einen Kredit in der Höhe von 50.000 Euro auf, um diesen dem Mann zu überweisen. Insgesamt entstand ein Schaden im höheren fünfstelligen Bereich.
Ermittlungen laufen
Die Polizei führt weitere Erhebungen durch. Bei der Betrugsmasche Love-Scam täuschen Kriminelle im Internet Gefühle vor, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Die Betrüger geben sich oft als Ärzte, Soldaten oder Piloten aus, die im Ausland arbeiten, und umgarnen ihre Opfer über längere Zeit mit Aufmerksamkeit und intensiven Gesprächen.
Treffen finden nie statt – stattdessen folgen erfundene Notlagen wie Krankheiten oder Schicksalsschläge, bei denen die Täter Geld fordern. Die Forderungen steigen, bis die Opfer sich weigern oder über keine finanziellen Mittel mehr verfügen. Dann verschwinden die Betrüger meist plötzlich.
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