Mobilitätswoche in Salzburg

Von 16. bis 22. September beteiligten sich 42 Gemeinden, 19 Schulen, sieben Organisationen und vier Regionen an der Europäischen Mobilitätswoche. Unter dem Motto #MeterMachen standen barrierefreie und leistbare Mobilität im Mittelpunkt.
Vom 16. bis 22. September fand in Salzburg die Europäische Mobilitätswoche statt. Insgesamt nahmen 42 Gemeinden, 19 Bildungseinrichtungen, sieben Organisationen und vier Regionen teil. Das Jahresthema lautete „Mobilität für alle Generationen“, im Zentrum standen nachhaltige Fortbewegung sowie barrierefreie und leistbare Angebote.
Frühstück für Pendler, Rad-Checks und Fahrradbörse
In Saalfelden und Wals-Siezenheim erhielten umweltfreundlich anreisende Pendler ein Frühstückssackerl. An Radservicetagen in Großgmain, Saalfelden und der Stadt Salzburg wurden Fahrräder kostenlos repariert.
Die Fahrradbörse in Saalfelden vermittelte zahlreiche Räder an neue Besitzer. Der Erlös von 585 Euro ging an den Lions Club Saalfelden für wohltätige Zwecke.
Barrierefreiheit im Fokus der Stadt Salzburg
Das Team Vielfalt der Stadt Salzburg widmete sich dem Schwerpunkt Barrierefreiheit. Unter dem Motto „Alles rollt!“ wurden Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten.
Bereits im Juni war im Mirabellgarten eine neue Verbindungsrampe zwischen Orangeriegarten und Mirabellgarten fertiggestellt worden.
Mobilitätstag: Jugendkonferenz und Mobilitätsplan 2040
Am 17. September stand im WIFI Salzburg die Mobilität der Zukunft auf dem Programm. Vormittags diskutierten über 100 Schüler im Rahmen des Forschungsprojekts i-MOBYL ihre Vorstellungen für jugendgerechte Mobilität. Nachmittags folgten rund 100 Besucher beim Mobilitätstag.
Zentrales Thema war der Mobilitätsplan 2040. An verschiedenen Stationen konnten sich Interessierte informieren und mit Experten austauschen, wie sich der Verkehr in der Stadt Salzburg bis 2040 entwickeln soll.
Kinder gestalten blühende Straßen
In Bad Hofgastein, Ebenau, Eugendorf, St. Johann und Anthering malten Kinder Blumen auf Straßen und Schulwege, um auf sichere Wege aufmerksam zu machen.
In Nußdorf machten Kinder bei der Aktion „Apfel oder Zitrone“ gemeinsam mit der Polizei und dem KFV Autofahrer auf die 30-km/h-Beschränkung vor der Schule aufmerksam.
Bei einem Jugendfahrrad-Reparaturworkshop lernten zwei Schulklassen, Diagnosen am eigenen Rad zu stellen und kleinere Probleme selbst zu beheben. Gemeinsam mit einem Mechaniker wurden Reifen, Bremsen, Lenker, Licht und Reflektoren überprüft.
Verkehrssicherheit und autofreie Schulwege
Zahlreiche Orte organisierten Aktionen zur Verkehrssicherheit: Geschwindigkeitsmessungen mit der Polizei, Verkehrserziehung, Verteilung von Warnwesten und Radfahrkurse für Volksschulkinder.
In vielen Schulen – darunter Seeham, St. Margarethen, Seekirchen, Unken, Michaelbeuern, Hollersbach, Thalgau, Radstadt und Saalfelden – wurden klimafreundliche und autofreie Schulwege gesammelt, teils mit Belohnung.
Die Volksschule St. Andrä bot eine ganze Woche Programm: Rad- und Wanderausflüge, Mobilitätsbingo, Verkehrserziehung, Besprechung des KFV-AUVA-Schulwegplans und die „Süßes oder Saueres“-Aktion mit der Polizei.
KinderBlickChecker in Taxenbach
Im Schulzentrum Taxenbach konnten Erwachsene mit einem Periskop den Straßenraum aus Kinderperspektive erleben. Parkende Fahrzeuge, Mauern und Hecken beeinträchtigen die Sicht von Kindern stark. Ziel war es, für Sichtbarrieren und Gefahrenstellen zu sensibilisieren.
Salzburger S-Bike vorgestellt
Landeshauptmann-Stellvertreter und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll sowie die Salzburger Stadtregierung präsentierten das Salzburger S-Bike. Das Bikesharing-System ergänzt das Mobilitätsangebot für kurze und mittlere Strecken.
Bis Jahresende wird das System auf 65 Stationen mit über 600 E-Bikes im gesamten Stadtgebiet ausgebaut. Die erste halbe Stunde ist für Klimaticketbesitzer gratis. Der Start erfolgte Mitte August mit rund 200 Rädern.
Autofreie Tage in mehreren Gemeinden
Bischofshofen verwandelte die Begegnungszone in einen Platz für Bewegung und Begegnung. Am Programm standen Fahrrad-Sicherheits-Check, Reparaturworkshop, Blindenzelt, Rollstuhl-Parcours sowie Infos vom Roten Kreuz zur Ersten Hilfe. Hüpfburg, Roller-Parcours, Spielstationen vom Jugendtreff Chillbase und Puppentheater Sindri sorgten für Unterhaltung. Der City-Bus fuhr gratis.
In Kaprun gehörte das Ortszentrum einen Tag lang den Menschen. Highlight war die Vorstellung der E-Graxn durch Bürgermeister Domenik David. Das E-Lastenfahrrad steht dank Unterstützung der KEM Pinzgau künftig in Kaprun und Zell am See kostenlos zur Ausleihe bereit.
In Maxglan wurde die Maxglaner Hauptstraße zur autofreien Flaniermeile mit Spielangeboten, Musik, Live Acts und Kulinarik. Besonderes Highlight war eine Rallye barrierefrei: Ausgerüstet mit Dunkelbrille, Blindenstock oder Rollstuhl konnten Besucher einen Parcours absolvieren.
E-Bike-Training in Koppl
Die Gemeinde Koppl lud zu einem Nachmittag rund ums Radfahren ein. Sechs Teilnehmerinnen lernten ihr E-Bike besser kennen: Unterstützungsstufen, Display-Funktionen und Akku-Pflege. Bei der Kontrolle vor der Fahrt wurden Reifendruck, Bremsen, Licht und Sattelhöhe kontrolliert. Geübt wurden sicheres Auf- und Absteigen, dosiertes Bremsen und Fahren auf unterschiedlichen Untergründen.
Im Anschluss nahm Egon Leitner, Fahrradbeauftragter der Gemeinde Koppl, die Zuhörer mit auf den Donauradweg. Die circa 230 Kilometer von Linz nach Wien zählen zu den beliebtesten Radstrecken Europas.
Motorfreier Tag am Obertrumer See
Ende August gab es einen Vorgeschmack auf die Mobilitätswoche: Beim motorfreien Tag rund um den Obertrumer See beteiligten sich die Gemeinden Seeham, Obertrum und Mattsee. Die Straßen waren von 11 bis 18 Uhr für den Autoverkehr gesperrt und boten Platz für Begegnung und Bewegung.
Einkaufsaktion in Saalfelden
Den ganzen September lud die Aktion „Alles radlbar“ dazu ein, kurze Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei Geschäfte, Cafés und Gastronomiebetriebe im Zentrum von Saalfelden zu entdecken. Über 80 Betriebe beteiligten sich, unter den Teilnehmenden wurden über 70 Preise verlost, darunter ein Klimaticket Salzburg als Hauptpreis.
Österreichweit nahmen 626 Städte und Gemeinden an der Mobilitätswoche teil.
Quelle: https://oberoesterreich.klimabuendnis.at/das-war-die-emw-2026
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