83-Jährige um Schmuck und Goldmünzen betrogen

In Kindberg (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) soll eine Seniorin Opfer eines mehrtägigen Betrugs geworden sein. Ein falscher Polizist erbeutete bei einem Hausbesuch Schmuck und Goldmünzen, nachdem die Frau tagelang mit Schockanrufen unter Druck gesetzt worden war.
Bereits am 2. September 2026 erhielt die 83-Jährige einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Mitarbeiter des Bundeskriminalamts ausgab. Laut Polizei behauptete der Anrufer, bei einer Amtshandlung sei eine Liste mit potenziellen Einbruchsopfern sichergestellt worden. Auf dieser Liste würden sich Name und Adresse der Seniorin befinden.
In den folgenden Tagen meldeten sich die Betrüger mehrfach telefonisch bei der Pensionistin. Wie die Polizei mitteilte, versuchten die Täter, die Frau zu einer Geldüberweisung zu bewegen. Die 83-Jährige weigerte sich jedoch, Geld zu überweisen.
Falscher Polizist kam zur Wohnung
Am 4. September 2026 erschien schließlich ein angeblicher Polizist an der Wohnadresse der Seniorin. Der Mann gab vor, „nach dem Rechten zu sehen“. Bei diesem Besuch nahm der Verdächtige Schmuck sowie Goldmünzen in bislang unbekannter Höhe an sich und verließ die Wohnung.
Als die Frau in den darauffolgenden Tagen versuchte, die vermeintlichen Polizisten zu kontaktieren, blieben ihre Versuche erfolglos. Daraufhin erstattete die 83-Jährige Anzeige bei der echten Polizei.
Polizei warnt mit Video-Kampagne
Die steirische Polizei warnt aktuell mit einer Kurzvideo-Kampagne auf ihren Social-Media-Kanälen vor solchen Betrugsmaschen. Die Behörde appelliert an die Bevölkerung, insbesondere ältere Angehörige und Bekannte auf Schockanrufe aufmerksam zu machen, um sie präventiv vor derartigen kriminellen Handlungen zu schützen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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