978 Motorradverletzte in Niederösterreich – Rekord

Im Jahr 2025 haben sich 978 Menschen bei Motorradunfällen in Niederösterreich verletzt – ein Höchstwert. Auch Wien, Kärnten und die Steiermark verzeichneten Rekordwerte bei verletzten Motorradfahrern, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit.
In Niederösterreich wurden im vergangenen Jahr 978 Personen bei Unfällen mit Motorrädern verletzt – so viele wie noch nie zuvor. Auch in Wien, Kärnten und der Steiermark erreichte die Zahl der Verletzten einen Rekordwert. Niederösterreich führt zudem die Statistik der tödlichen Motorradunfälle an: 23 Menschen kamen dort 2025 ums Leben, von insgesamt 81 Todesopfern österreichweit.
Fehlende Schutzkleidung als Hauptproblem
Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) liegt ein wesentlicher Grund für die hohe Zahl an Verletzungen in der mangelhaften Schutzausrüstung. Fast die Hälfte aller Motorradfahrer trage keine geeignete Schutzkleidung. Innerhalb von Ortschaften verzichten sogar 76 Prozent darauf.
„Es ist ein Irrglaube, dass einem bei geringem Tempo im Ortsgebiet nichts Schlimmes passieren kann“, erklärt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KfV. Das Verletzungsrisiko auf dem Motorrad sei 37-mal höher als im Auto.
Schmerzengeld kann gekürzt werden
Das Kuratorium warnt insbesondere davor, bei hohen Temperaturen auf eine Schutzjacke zu verzichten. Wer ohne entsprechende Bekleidung bei einem Unfall zu Schaden kommt, müsse mit einer Kürzung des Schmerzengeldes rechnen – auch wenn die Schuld am Unfall beim Unfallgegner liegt.
Besonders empfohlen werden Airbag-Jacken und -Hosen. Diese können Verletzungen verhindern oder deren Schwere verringern. Sensoren in der Ausrüstung erkennen Stürze innerhalb von Sekundenbruchteilen und aktivieren den Airbag, um die Aufprallenergie zu dämpfen.