A8 wegen Tunnelsanierung bis 2028 gesperrt

Mona HopfingerMona Hopfinger
A8 Tunnel Sanierung: Umleitung und Sperre Sommer 2028, Kosten 110 Millionen Euro
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Innkreisautobahn A8 ist derzeit gesperrt. Grund sind umfassende Sanierungsarbeiten an den Tunneln Neuzmühle und Steinhaus, die bis Sommer 2028 dauern werden, so der ORF.

Wer von Deutschland, dem Innviertel oder Wels zur Pyhrnautobahn (A9) oder zur Westautobahn (A1) in Richtung Salzburg unterwegs ist, muss derzeit eine Ausweichroute nehmen. Die beschilderte Umleitung verläuft über die A25 Welser Autobahn bis zum Knoten Haid und von dort über die A1 zum Voralpenkreuz.

Die Welser Westspange in Fahrtrichtung Passau ist bis 31. Oktober nur einspurig nutzbar. Ab 1. November werden laut ASFINAG dort wieder beide Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Brandschutz erfordert Vollsperrung

Die beiden Tunnel Neuzmühle und Steinhaus werden grundlegend erneuert. Aus Gründen des Brandschutzes sei es während der Bauarbeiten nicht möglich, in beide Richtungen jeweils einen Fahrstreifen offen zu halten, erklärt die ASFINAG. Die technische Modernisierung soll das künftig ermöglichen.

Christian Eckhardt, ASFINAG-Regionalleiter für Oberösterreich, betonte die Dringlichkeit der Maßnahmen: „Die Sanierung ist unbedingt erforderlich, die Sicherheitsausrüstung ist bereits bis zu 25 Jahre alt.“ Besonders die Lüftungsanlage müsse erneuert werden. „Der Tunnel, so wie er jetzt vor uns steht, ist eben nicht genehmigungsfähig, da die Lüftung zu schwach ausgelegt ist“, so Eckhardt.

Die ASFINAG investiert laut eigenen Angaben 110 Millionen Euro in das Projekt. Von Herbst 2027 bis Sommer 2028 folgt die zweite Bauphase. Dann soll der Verkehr bereits mit mindestens einer Spur pro Richtung durch die Tunnel fließen können. Die vollständige Fertigstellung ist vor den Sommerferien 2028 geplant. Im Sommer 2027 ist eine Baupause für den Reiseverkehr vorgesehen.

Wels setzt auf Polizei gegen Lkw-Ausweichverkehr

Unklar ist, ob sich alle Lkw-Lenkerinnen und Lkw-Lenker an die offizielle Umleitung halten werden. Im Stadtgebiet von Wels gilt für Lkws über 3,5 Tonnen grundsätzlich ein Fahrverbot.

„Das ist Aufgabe der Exekutive, sprich der Polizei, das auch zu kontrollieren“, sagte Stefan Ganzert (SPÖ), Verkehrsstadtrat in Wels. Zusätzliche Maßnahmen würden laut Ganzert auch den übrigen Verkehr beeinträchtigen: „Hier jetzt noch extra Maßnahmen zu machen, die den Verkehr verlangsamen, das würde ja auch den normalen Verkehr in der Stadt Wels stören.“

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3371310/

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