Ablenkung am Steuer erhöht Unfallrisiko dramatisch

Pia Prodinger
Tod als Beifahrer im Auto, Mann fährt abgelenkt mit Smartphone in Salzburg
© stuhlfelden.salzburg.at

Eine Verkehrssicherheitskampagne warnt vor den Gefahren durch Ablenkung beim Autofahren. Studien belegen ein deutlich höheres Unfallrisiko bei abgelenkten Lenkerinnen und Lenkern.

Ablenkung im Straßenverkehr wird häufig unterschätzt, stellt aber eine erhebliche Gefahr dar. Ob Telefonieren, die Sendersuche im Radio oder Essen und Trinken während der Fahrt – all diese Tätigkeiten binden die Aufmerksamkeit und verlängern die Reaktionszeit erheblich. Laut Studien haben abgelenkte Fahrerinnen und Fahrer ein deutlich höheres Unfallrisiko, nehmen ihre Umgebung schlechter wahr und reagieren langsamer auf unerwartete Ereignisse.

Auswirkungen auf das Fahrverhalten

Die Folgen von Ablenkung zeigen sich konkret im Fahrverhalten: Schwierigkeiten beim Spurhalten, problematisch schwankende Geschwindigkeit und deutlich verlängerte Reaktionszeiten gehören dazu. Zudem werden Blinkersignale vergessen und Rückspiegel seltener genutzt. Plötzliche Fahrstreifenwechsel können passieren, wichtige Sicherheitsblicke unterbleiben. Ampeln und Verkehrszeichen werden übersehen, Sicherheitsabstände nicht eingehalten.

Empfehlungen für mehr Sicherheit

Die Kampagne empfiehlt, den Fokus auf die Straße zu lenken und auf Essen, Getränke und Zigaretten während der Fahrt zu verzichten. Bei dringenden Anrufen sollte sicher angehalten werden. Am besten werden Mobiltelefone während der Fahrt ausgeschaltet oder der "Nicht stören"-Modus gewählt. Vor der Fahrt sollte alles Notwendige vorbereitet werden, um Ablenkungen zu vermeiden.

Regelmäßige Pausen bringen mehr Erholung und Konzentration. Mitfahrerinnen und Mitfahrer können bei Navigation und Aufgaben helfen und sollten einbezogen werden.

Bewusstsein schaffen als Ziel

Die Initiative ruft dazu auf, Botschafterinnen und Botschafter für mehr Sicherheit zu werden. Das Bewusstsein für das Thema soll geschärft werden, indem mehr darüber gesprochen wird – beim Stammtisch, in der Arbeit oder beim Grillabend mit Freunden. Der Austausch über die Gefahren der Ablenkung und deren Vermeidung steht im Mittelpunkt, denn bereits kleine Ablenkungen können schwerwiegende Folgen haben.

Als Vorbild kann das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer positiv beeinflusst werden. Ziel der Kampagne ist es, die Anzahl der durch Ablenkung verursachten Verkehrsunfälle zu verringern und die Sicherheit auf den Straßen für alle zu erhöhen.

Partner der Kampagne sind die Polizei, das KFV, die AUVA, der ÖAMTC, der ARBÖ, die Stadt Salzburg und die Bildungsdirektion Salzburg.

Quelle: https://www.stuhlfelden.salzburg.at/Lass_dich_nicht_ablenken_

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