Achleitner gibt Landesratsposten in OÖ auf

Mona HopfingerMona Hopfinger
Kalender 12. November neben Baumstümpfen vor Gebäude mit Windrad und Bergen
© Mit KI (Gemini) generiert

Der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) legt sein Amt nieder. Der 57-Jährige begründete den Schritt am Freitag mit dem Wunsch nach einem geordneten Übergang vor der Landtagswahl.

Markus Achleitner zieht sich aus der oberösterreichischen Landespolitik zurück. Der ÖVP-Politiker, der für die Bereiche Wirtschaft, Tourismus, Energie und Sport zuständig war, kündigte seinen Rücktritt in einer persönlichen Stellungnahme an. Bis zur Landtagssitzung am 12. November bleibt er noch im Amt. Danach will der 57-Jährige in die Privatwirtschaft zurückkehren.

Als Grund für seinen Rückzug nannte Achleitner, dass er ein Jahr vor der Landtagswahl einen geordneten Übergang ermöglichen wolle. Der Zeitpunkt kommt nicht überraschend: In den vergangenen Monaten stand der Landesrat mehrfach in der Kritik.

Kritik an mehreren Projekten

Zu den umstrittenen Themen zählte das Betriebsbaugebiet Ohlsdorf, wo 18 Hektar gerodet wurden, die angekündigten hunderten Arbeitsplätze aber bis heute ausgeblieben sind. Auch die Kommunikation rund um die Ansiedlung von Google in Kronstorf wurde als wenig transparent kritisiert. Zudem sorgte Achleitners restriktive Haltung zur Windkraft für Unmut in der Wirtschaft.

Beobachter hatten zuletzt festgestellt, dass sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zunehmend in Wirtschaftsthemen einschaltete, die eigentlich in Achleitners Ressort fielen.

Frauscher als mögliche Nachfolgerin

Die Wahl eines neuen Landesregierungsmitglieds könnte bereits bei der nächsten Landtagssitzung am 12. November erfolgen. Als Nachfolgerin gilt Landesfinanzdirektorin Christiane Frauscher. Achleitner war Ende 2018 als Quereinsteiger von Stelzer in die Landesregierung geholt worden.

Die ÖVP will zu Mittag in einer Pressekonferenz Details zur Personalentscheidung bekanntgeben.

Quelle: APA

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