Ärztin wegen Abrechnungsbetrugs vor Gericht

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Eine praktische Ärztin aus dem Lavanttal muss sich wegen Betrugsvorwürfen verantworten. Ihr wird vorgeworfen, Vorsorgeuntersuchungen nicht oder falsch mit Sozialversicherungsträgern abgerechnet zu haben, so der ORF.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Medizinerin Betrug, schweren Betrug und gewerbsmäßigen Betrug vor. Nach mehr als einem Jahr Ermittlungen und der Einvernahme dutzender Patienten beginnt nun der Prozess gegen die Frau.

Anonymer Facebook-Beitrag brachte Stein ins Rollen

Die Ermittlungen wurden durch eine anonyme Frage auf Facebook ausgelöst. Darin wurde gefragt, ob noch weitere Personen Probleme mit der Ärztin hätten, die Gesundenuntersuchungen verrechnet habe, ohne diese durchzuführen. Daraufhin folgten zahlreiche weitere Einträge auf der Plattform.

Laut Anklageschrift soll die Ärztin zwischen September 2019 und Jänner 2025 österreichischen Sozialversicherungsträgern wie der ÖGK Leistungen in Rechnung gestellt haben, die sie nicht im angegebenen Umfang erbracht haben soll. Der dadurch entstandene Schaden wird mit 20.845,51 Euro beziffert.

Medizinerin weist Anschuldigungen zurück

Die betroffene Ärztin aus dem Lavanttal hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Auch das Land Kärnten, das zunächst ein vorläufiges Berufsverbot geprüft hatte, kam zu dem Ergebnis, dass die vorliegenden Gründe dafür nicht ausreichen. Für die Medizinerin gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3364298/

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