AGES testet Drohnen gegen Rebzikaden-Befall im Burgenland

Im Burgenland läuft ein Pilotprojekt zur Bekämpfung der Rebzikade: Die AGES setzt Drohnen ein, um die von dem Insekt übertragene Goldgelbe Vergilbungskrankheit in Weingärten aufzuspüren. In Gols wurden bereits erste Flächen aus der Luft erfasst, so der ORF.
Am Donnerstag flog eine Drohne über Weingärten in Gols im Bezirk Neusiedl am See. Das Ziel des AGES-Projekts ist es, die Goldgelbe Vergilbungskrankheit zu erkennen, die von der Rebzikade auf Weinreben übertragen wird. Das Insekt selbst ist nur wenige Millimeter groß und mit bloßem Auge kaum sichtbar.
Die Luftaufnahmen der Drohne sollen mithilfe Künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. Dadurch will man Hotspots eines Befalls identifizieren, wie AGES-Projektleiterin Helga Reisenzein erläuterte. Die Methode soll künftig eine effizientere Suche nach dem Schädling ermöglichen.
Winzer kontrollieren derzeit noch manuell
Bisher müssen Winzerinnen und Winzer ihre Weingärten Reihe für Reihe selbst kontrollieren. Wird eine vergilbte Rebe entdeckt, muss sie mitsamt der Wurzel gerodet werden.
Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland, besichtigte das Drohnenprojekt vor Ort. Die Landwirtschaftskammer sei im höchsten Maße daran interessiert, dass die Krankheit eingedämmt werde, betonte er.
Drei Jahre Testphase geplant
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit soll sich zeigen, wie zuverlässig die Suche aus der Luft funktioniert. Bereits rund 45 Hektar Weingarten-Fläche wurden erfasst. Die Aufnahmen werden nun ausgewertet.
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