Agrarjournalist Paul Gruber mit 88 Jahren verstorben

Mathias FischerMathias Fischer
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Der frühere Chefredakteur der BauernZeitung, Prof. Ing. Paul Gruber, ist am 6. September im Alter von 88 Jahren gestorben. Über Jahrzehnte prägte er den österreichischen Agrarjournalismus und war dem Bauernbund eng verbunden.

Der Österreichische Bauernbund trauert um Prof. Ing. Paul Gruber. Der langjährige Chefredakteur der heutigen BauernZeitung verstarb am 6. September 2026 im 89. Lebensjahr. Gruber galt als eine der prägenden Persönlichkeiten des österreichischen Agrarjournalismus.

Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser würdigte den Verstorbenen: Gruber habe die Landwirtschaft, ihre Menschen und ihre Anliegen wie kaum ein anderer gekannt und es verstanden, komplexe Entwicklungen verständlich und mit großer Sachkenntnis zu vermitteln. Seine Arbeit sei von tiefer Verbundenheit mit den Bäuerinnen und Bauern getragen gewesen.

NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf bezeichnete Gruber als großen Journalisten und großen Niederösterreicher. Er habe die Sprache der Menschen gesprochen und die Anliegen der bäuerlichen Familienbetriebe in Wort und Bild zu bringen gewusst.

Journalistische Laufbahn über vier Jahrzehnte

Gruber begann seine journalistische Tätigkeit beim „Österreichischen Bauernbündler“ im Jahr 1966. Ein Jahr später wechselte er zum Niederösterreichischen Bauernbund. 1982 übernahm er die Chefredaktion der Wochenzeitung, die er bis 2002 führte.

Von 1989 bis 2002 stand Gruber zudem dem Verband der Agrarjournalisten und -publizisten in Österreich (VAÖ) als Präsident vor. Dem Francisco Josephinum war er ebenfalls über Jahrzehnte verbunden: Von 1980 bis 1998 war er Obmann des Absolventenverbandes, später wurde er zum Ehrenobmann ernannt.

Über ein halbes Jahrhundert Bauernbundkalender

Eine besondere Verbindung hatte Gruber zum Bauernbundkalender des Niederösterreichischen Bauernbundes. Bereits 1970 übernahm er dessen Schriftleitung und betreute ihn 52 Jahre lang. In dieser Zeit begleitete er sechs Bauernbundobmänner und vier Direktoren. Der Kalender wurde damit zu einem Zeitzeugnis von mehr als einem halben Jahrhundert Landwirtschaft und Bauernbundgeschichte.

Strasser betonte abschließend, Gruber habe ein beeindruckendes Lebenswerk hinterlassen. Man werde ihn als loyalen, besonnenen und ideenreichen Menschen in Erinnerung behalten, der dem Bauernbund und der bäuerlichen Landwirtschaft über Jahrzehnte hinweg eng verbunden war. Das tiefe Mitgefühl gelte seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

Die Verabschiedung von Prof. Paul Gruber findet am Mittwoch, 23. September 2026, um 11 Uhr auf dem Friedhof Laxenburg statt.

Quelle: OTS

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