Agri-Photovoltaik in Bodensdorf erzeugt 1,85 Mio. kWh

Die Agri-Photovoltaikanlage in Bodensdorf hat im ersten Betriebsjahr rund 1,85 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom produziert. Die Anlage verbindet landwirtschaftliche Produktion mit erneuerbarer Energie und schützt zugleich Beerenkulturen vor Wettereinflüssen.
Ein Jahr nach dem Start zeigt die Agri-Photovoltaikanlage in Bodensdorf eine positive Bilanz. Gemeinsam mit Wurzers Genuss- und Erlebnishof wurde ein Projekt umgesetzt, das landwirtschaftliche Produktion und Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie kombiniert. Im ersten Betriebsjahr wurden etwa 1,85 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom produziert. Zudem bietet die Anlage Schutz für die Beerenkulturen gegen Witterungseinflüsse.
Die Anlage hat eine Leistung von etwa 1,9 MWp und besteht aus 4.760 Photovoltaikmodulen auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern. Jährlich können damit etwa 1.980 MWh Strom erzeugt werden. Rechnerisch lassen sich dadurch mehr als 1.000 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.
Positive Erfahrungen nach einem Jahr Betrieb
Oliver Eisenhöld, Geschäftsfeldleiter Energie der RWA Raiffeisen Ware Austria AG, betont das Potenzial der Verbindung von Landwirtschaft und erneuerbarer Energie. Die Anlage erzeuge regionalen Sonnenstrom, schütze gleichzeitig die Kulturen und schaffe nachhaltigen Mehrwert für die Region. Das Projekt zeige, wie die Landwirtschaft aktiv zur Energiewende beitragen könne.
Dominik Wurzer von Wurzers Genuss- und Erlebnishof zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Die Beeren seien sehr gut vor Unwettern und intensiver Sonneneinstrahlung geschützt, was sich in hervorragender Fruchtqualität widerspiegle. Besonders positiv sei das Feedback der Kunden, die das Pflücken unter dem Solardach auch an heißen Sommertagen als angenehm empfänden.
Markus Wurzer ergänzt, dass sich die Anlage zunehmend zu einer Plattform für den Austausch rund um Agri-Photovoltaik entwickle. Zahlreiche interessierte Gruppen und Experten hätten die Anlage bereits besucht. Bei mehreren Fachveranstaltungen hätten sie über ihre Erfahrungen berichten können. Nach diesem ersten Jahr seien sie mehr denn je überzeugt, dass Agri-Photovoltaik ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Landwirtschaft sei.
Energiegemeinschaft nutzt Strom regional
Ein Teil des produzierten Stroms wird über die Energiegemeinschaft „Strombeeren“ direkt in der Region verwendet. Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen profitieren von regional erzeugter Energie. Die Wertschöpfung bleibt im Mostviertel und die regionale Energieversorgung wird gestärkt.
Die Erfahrungen des ersten Betriebsjahres bestätigen den eingeschlagenen Weg. Die Anlage in Bodensdorf zeigt, wie regionale Lebensmittelproduktion, Klimaanpassung und erneuerbare Energieerzeugung erfolgreich kombiniert werden können. Sie gilt als zukunftsweisendes Modell für eine nachhaltige Landwirtschaft.
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