AK erkämpft 7.500 Euro für Kfz-Lehrling in Kärnten

Ein Kfz-Lehrling in Kärnten wurde unter Druck gesetzt und unterschrieb die Auflösung seines Lehrverhältnisses. Die Arbeiterkammer Kärnten erwirkte eine Vergleichszahlung von rund 7.500 Euro für den jungen Mann.
Ein junger Kfz-Lehrling in Kärnten erhielt sein Lehrlingseinkommen nicht vollständig und wurde nicht ordnungsgemäß ausgebildet. Im Betrieb fehlte offenbar eine zuständige Person für die Ausbildung. Die Situation spitzte sich zu, als der Arbeitgeber dem Lehrling Diebstahl und mutwillige Beschädigung eines Kundenfahrzeugs vorwarf.
Unter diesem Druck setzte der junge Mann seine Unterschrift unter eine einvernehmliche Auflösung. Auf Rat aus seinem Umfeld kontaktierte er danach die AK Kärnten.
Außergerichtliche Einigung erzielt
Jugendreferent Erich Malle überprüfte den Fall und konnte eine außergerichtliche Einigung erreichen. Der Ausbildungsbetrieb zahlte knapp 7.500 Euro brutto als Vergleich.
AK-Präsident Günther Goach (SPÖ) warnt davor, Lehrlinge als billige Arbeitskräfte zu betrachten: „Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels braucht es Betriebe, die junge Menschen gut ausbilden und fair behandeln.“
Qualität der Ausbildung entscheidend
Goach sieht in der Qualität der Lehrausbildung einen wichtigen Faktor für die Fachkräftesicherung. Wer Lehrlinge schlecht behandle oder nicht ordentlich ausbilde, schade nicht nur den Jugendlichen, sondern letztlich dem eigenen Berufsstand.
Das Jugendreferat AK Young der Arbeiterkammer Kärnten bietet Lehrlingen und jungen Arbeitnehmern kostenlose und vertrauliche Beratung sowie rechtliche Unterstützung bei Fragen rund um Lehre, Arbeitsplatz und Arbeitsrecht.
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